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Cukrowicz Nachbaur: „Sind keine Spektakel-Architekten“

Andreas Cukro­wicz (l.) und Anton Nachbaur: Aus ihrem Büro stammt das Siegerprojekt im Wettbewerb für das neue Konzerthaus in München. Archiv/NEue

Andreas Cukro­wicz (l.) und Anton Nachbaur: Aus ihrem Büro stammt das Siegerprojekt im Wettbewerb für das neue Konzerthaus in München.

 Archiv/NEue

„Jahrelange beharrliche Arbeit“ führte das Bregenzer Architektenbüro Cukrowicz Nachbaur zum Erfolg.

Der Entwurf des relativ kleinen Bregenzer Architektenbüros Cukrowicz Nachbaur ist am Freitag zum Sieger des Wettbewerbs für das neue Konzerthaus in München gekürt worden (die NEUE am Sonntag berichtete). Geschuldet sei das „jahrelanger beharrlicher Arbeit“, sagte Andreas Cukrowicz. Dabei gehe es gar nicht um die Größe, die Herangehensweise sei bei allen Projekten dieselbe, sagte der Architekt, der gemeinsam mit seinem Bürokollegen Anton Nachbaur auch sehr gerne kleine Projekte wie Bergkapellen oder Skihütten umsetzt. „Zuerst besichtigen wir zu zweit oder zu dritt das Grundstück und versuchen, die Stimmung, die der Ort hat und haben wird, zu erspüren“, erklärte Cukrowicz. Erst wenn sich ein Gefühl dafür einstelle, würden Raumprogramm und Texte des Auslobers studiert.

Die richtige Antwort in jeder Beziehung – hinsichtlich Material, Stimmung, Ausdruck oder Größe – zu finden, ist die Maxime des Architektenduos. „Am Entwurf für das Konzerthaus München sei intensiv gefeilt worden. „Die Raumgegebenheiten (auf dem ehemaligen Werksgelände der Firma Pfanni, Anm.) waren unglaublich komplex“, berichtete der Bregenzer. Inmitten ganz neuer Maßstäbe – die städtebaulichen Ansätze für das Gebiet seien interessant – sollte mit dem Konzerthaus „eine Art Ikone entstehen“. Die alte Nutzung herangezogen, sei die Vorstellung einer sehr gro­ßen Lagerhalle, eines Speicherbaus entstanden. „Irgendwann wurde daraus der Klangspeicher“, erzählte Cukrowicz. Ein Bild, das sehr gut gepasst habe, schließlich spiele ja auch die Akustik eine wichtige Rolle.

Neue Form. Schlussendlich wollten Cukrowicz und Nachbaur auch eine neue Form entwickeln, „die auch einen gewissen Wiedererkennungswert hat“. Diese habe man allerdings nicht „krampfhaft gesucht“, sie sei aus dem Ort und schlussend­lich aus dem Bild abgeleitet. „Wir sind keine Spektakel-Architekten. Wir versuchen, bei allem am Boden zu bleiben.“ Der „Klangspeicher“ wirke von unterschiedlichen Instanzen. Aufgrund seiner Höhe von 45 Metern sei er über die Dächer Münchens gut zu sehen, aber auch direkt davor wirke das Gebäude.

In München ist das Architektenduo, das bereits seit 25 Jahren zusammenarbeitet, kein unbeschriebenes Blatt mehr. Es zeichnet dort verantwortlich für den Ausbau der Universitätsbibliothek, im kommenden Jahr startet der Bau eines Unilabors mit mehreren Gebäuden in Garching. Auf den ersten Platz hat sich Cukrowicz übrigens gar nicht vorbereitet und ist auf Urlaub nach Italien gefahren. Die Freude über den Sieg ist dennoch sehr groß.

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