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„Generationenprojekt“ wird umgesetzt

Standort der Vorarlberg Milch in Feldkirch wird in den kommenden eineinhalb Jahren ausgebaut.

Von Michael Steinlechner

Nach rund eineinhalb Jahren Planung ist am Montag mit dem Spatenstich der Startschuss für die Umsetzung eines 25 Millionen Euro schweren Bauvorhabens in Feldkirch gefallen. Ein „Generationenprojekt“ nannte Raimund Wachter, Geschäftsführer von Vorarlberg Milch, das Unterfangen. Am bestehenden Standort werden auf einer Fläche von 2820 Quadratmetern ein neuer Käsekeller und ein Hochregallager errichtet. Zudem wird die Käseabpackung neu konzeptioniert und erweitert.

Das Projekt sei wesentlich mehr als eine bloße Erweiterung des Betriebs, meinte Wachter. Stattdessen sei die Investition die Möglichkeit, die Genossenschaft fit für die Zukunft zu machen. Ebenso sei der Schritt ein bewusstes Zeichen an die 522 Mitglieder – sprich die Bauern. Der Ausbau des Unternehmens zeige, dass auch die Landwirtschaft in Vorarlberg weiterhin eine Perspektive habe.

Eineinhalb Jahre soll nun in Feldkirch gebaut werden. Während dieser Zeit wird die Kapazität des Reifekellers von derzeit 600 Tonnen auf 1200 Tonnen verdoppelt. 3600 Tonnen des Milcherzeugnisses können dann pro Jahr in den Räumlichkeiten veredelt werden. Knapp die Hälfte der bei der Genossenschaft angelieferten Milch wird zu Käse verarbeitet.

Auch die Logistik wird zukunftsfit gemacht. Im geplanten vollautomatischen Hochregallager sind 3000 Stellplätze für Paletten untergebracht. Etwa 23 Meter hoch ist das neue Gebäude. „Es war wichtig, den vorhandenen Platz für die Erweiterung des Standortes optimal auszunutzen. Auch deshalb hat die Planung rund eineinhalb Jahre in Anspruch genommen“, erläuterte Wachter. Es gebe aber noch Grundstücksreserven für einen weiteren Ausbau. Angesichts des in Angriff genommenen Projekts sei dies derzeit aber natürlich kein Thema, sagte der Geschäftsführer.

Mit der Entwicklung der Milchwirtschaft ist er zufrieden. Im Mai hatten die Verantwortlichen der Genossenschaft die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres präsentiert. Bei einem leichten Umsatzrückgang um ein Prozent auf 46 Millionen Euro wurde ein Gewinn von 529.000 Euro (2015: 488.000 Euro) erzielt. Das heurige Jahr sei bisher ebenfalls gut verlaufen, berichtete Wachter. Die Wertschöpfung habe sich weiter verbessert. Er rechnet für die Vorarl­berg Milch mit einem Plus von rund zehn Prozent. Auch diese Entwicklung sei ein Grund gewesen, in die Zukunft zu inves­tieren.

Lob für die Genossenschaft gab es beim Spatenstich von den politisch Verantwortlichen der Stadt und des Landes. Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold freute sich „über das Bekenntnis zum Standort“. Immerhin sei Vorarlberg Milch mit über 120 Mitarbeitern einer der größten Produktionsbetriebe in der Stadt. Die Erweiterung der Firma sei im Nahbereich des Siedlungsraums eine Herausforderung. Umso erfreulicher sei es, dass es keine Einsprüche von Nachbarn gegen das Projekt gegeben habe. Angesichts von Problemen bei ähnlichen Bauvorhaben in jüngster Zeit sei dies nicht selbstverständlich.

Agrarlandesrat Erich Schwärzler verwies auf die Landwirtschaftsstrategie des Landes. In dieser spiele die Regionalität eine wichtige Rolle. Ebenso sei bei den Konsumenten ein steigendes Verlangen nach regional produzierten Lebensmitteln zu spüren. Die Kapazitäten am Standort in Feldkirch auszubauen, sei daher der richtige Schritt.

Veredelung. Ähnlich äußerte sich Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger. Die Investition sei eine wesentliche Zukunftsentscheidung. Die Steigerung der Menge der produzierten Milch stehe in der Vorarlberger Landwirtschaft nicht im Mittelpunkt. Viel mehr gehe es darum, den Rohstoff zu veredeln und Produkte – wie beispielsweise Käse – von hoher Qualität zu erzeugen. Und genau dies ermögliche der Neubau.

<p class="caption">Der Standort von Vorarlberg Milch in Feldkirch wird erweitert.</p>

Der Standort von Vorarlberg Milch in Feldkirch wird erweitert.

<p class="caption">Gestern wurde der Spatenstich durchgeführt.</p><p class="caption">vol.at (2), Vorarl­berg Milch</p>

Gestern wurde der Spatenstich durchgeführt.

vol.at (2), Vorarl­berg Milch

Fakten

Bebaute Fläche Neubau:
2820 Quadratmeter

Brutto-Grundfläche Neubau:
7800 Quadratmeter

Investitionsvolumen:
25 Millionen Euro

Maßnahmen: Kapazitätserweiterung Käsekeller um 600 Tonnen auf insgesamt 1200 Tonnen; Hochregallager mit 3000 Palettenstellplätzen; Erweiterung Käseabpackung

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