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Premierenlandung auf neuer Plattform

Eindrücke der gestrigen offiziellen Eröffnung der neuen Hubschrauber-Landefläche. Alexandra Serra(3)

Eindrücke der gestrigen offiziellen Eröffnung der neuen Hubschrauber-Landefläche. Alexandra Serra(3)

Die neue Landefläche für Hubschrauber auf dem Dach des Dornbirner Krankenhauses wurde gestern offiziell eingeweiht.

Auf einer 22,40 mal 29,40 Meter großen Plattform auf dem Dach des Krankenhauses in Dornbirn wird in Zukunft der Hubschrauber landen. Der neue Landeplatz mit knapp 660 Quadratmetern wurde gestern feierlich eingeweiht und steht nach den behördlichen Abnahmen für Ambulanz- und Rettungsflüge zur Verfügung. Zur Einweihung landete Christophorus 8 zum ersten Mal auf dem Dach des städtischen Krankenhauses.

Für die Realisierung des neuen Landeplatzes hat die Stadt rund 2,5 Millionen Euro budgetiert. Vom Landesgesundheitsfonds wurde ein Investitionszuschuss von 30 Prozent – das sind rund 800.000 Euro – zugesichert. Hubschrauber mit einer Länge bis zu 13,20 Metern und einem Maximalgewicht von sechs Tonne­n dürfen den Landeplatz in Dornbirn anfliegen.

Kennfeuer. Damit die Piloten auch aus großer Entfernung den neuen Landeplatz finden, wird ein Kennfeuer eingesetzt. Die sogenannte Befeuerungsanlage stellt sicher, dass die Objekte in unmittelbarer Umgebung der An- und Abflugfläche – also auf dem Dach des Krankenhausgebäudes – in Umrissen klar erkenntlich sind.

„Grundsätzlich steuert speziell eingeschultes Krankenhauspersonal diese blendfreie Befeuerung des Landeplatzes. Sie kann aber auch direkt vom Piloten gesteuert werden“, erklärte Notfallmediziner Adolf Zoll. Mit grünem Licht wird die sogenannte FATO, die 15 mal 15 Meter große Final-Approach-und-Take-off-Area, markiert. „Patientinnen und Patienten werden nicht nur eingeflogen, sondern auch in bestimmten ­Krankheitsfällen mit dem Hubschrauber zu entfernteren Spezialkliniken wie Innsbruck oder Ravensburg transportiert“, erläuterte Chefarzt Walter Neunteufel.

Wärmerückgewinnung. Mit dem über zwei Stockwerke verlängerten Lift werden Schwerstverletzte direkt in den Diagnose- und Operationsbereich gebracht. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ist die neue Landefläche an 99,8 Prozent des Jahres anfliegbar. Im Winter wird die Plattform hydraulisch beheizt, um sie schnee- und eisfrei zu halten. Die Wärmeenergie für die Beheizung wird aus Prozessen der Wärmerückgewinnung herangezogen. Auch für den Fall eines Kerosinaustritts ist Vorsorge getroffen. Das gesamte Abwasser, das auf der Landeplattform zusammenkommt, wird über eine Abscheidevorrichtung abgeleitet. Somit ist sichergestellt, dass kein Treibstoff in die Kanalisation gelangt.

Die rund 40 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurde auf zwölf Auflagerpunkten errichtet. Auf ihr wurde die Landeplattform in einer leichten Neigung montiert. In der Mitte ist die klassische Markierung: Ein H in roter Farbe auf einem weißen Kreuz. Dabei liegt der Querbalken des H im rechten Winkel zur Haupt-An- und Abflugrichtung, die über möglichst wenig besiedeltes Gebiet führt, informiert die Stadt.

Die Investition ist strategisch wichtig, denn Helikopter-Transporte gewinnen an Bedeutung – nicht nur für die Versorgung von Unfallopfern, heißt es vonseiten der Stadt. Auch bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen werde die rasche Versorgung immer wichtiger.

<p class="caption">Nach den Bauarbeiten im Sommer wurde Ende Oktober 2017 der Landeplatz eröffnet und durch Christophorus 8 eingeweiht. Seitdem wurde die Plattform nicht mehr angeflogen. Alexandra Serra,  Stadt Dornbirn</p>

Nach den Bauarbeiten im Sommer wurde Ende Oktober 2017 der Landeplatz eröffnet und durch Christophorus 8 eingeweiht. Seitdem wurde die Plattform nicht mehr angeflogen.
 Alexandra Serra,
 Stadt Dornbirn

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