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Thien eDrives mit viel Rückenwind

Bei Thien eDrives wurden heuer 650.000 Euro in neue Anlagen investiert. WPA

Bei Thien eDrives wurden heuer 650.000 Euro in neue Anlagen investiert. WPA

Lustenauer Unternehmen erstmals mit über zehn Millionen Euro Umsatz. 650.000 Euro Investitionen am Stammsitz.

Einen Umsatz von rund 10,5 Millionen Euro erwarten die Verantwortlichen der Thien eDrives GmbH für das laufende Geschäftsjahr 2017. Das erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Reinhard Robitschko im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. Damit erziele das Unternehmen erstmals seit dem Management-Buy-Out (MBO) im Jahr 2011 mehr als zehn Millionen Euro Geschäftsvolumen. Thien eDrives entstand vor sechs Jahren als MBO durch Reinhard Robitschko, Norbert Eckmayer und den Kärntner Wirtschaftsprüfer Roland Kocara. Sie haben damals den Geschäftsbereich E-Motoren von der Firmengruppe ATB übernommen. Die Wurzeln von Thien mit wechselnden Eigentümern und Firmengruppen-Zugehörigkeiten reichen allerdings bis in das Jahr 1946 zurück.

Deutlich positiv. Mit diesem zu erwartenden Umsatz für 2017 liege Thien eDrives um etwa sieben Prozent über dem Geschäftsjahr 2016, als das Unternehmen auf ein Geschäftsvolumen von 9,8 Millionen Euro kam. „Schon 2016 war das Jahr mit dem höchsten Umsatz und mit dem besten Ergebnis seit dem MBO“, sagte Robitschko. Auch die Ertragssituation für 2017 werde nach jetzigem Stand der Dinge wieder deutlich positiv ausfallen. Die Entwicklung im Vorjahr begründete der geschäftsführende Gesellschafter mit mehreren Produkten, welche die Serienreife erreicht hätten. Dabei gehe es unter anderem um den Großauftrag für den E-Motorenhersteller Torqeedo oder um Vakuumpumpen für den Hersteller Pfeiffer aus dem Großraum Frankfurt.

Dass heuer der Umsatz weiter zulegen werde, hänge einerseits mit einer wachsenden Nachfrage von bestehenden Kunden zusammen. Dazu würden abseits der Serienfertigung auch reine Entwicklungsaufträge gehören, die Thien im Auftrag von Kunden durchführt. Andererseits habe das Unternehmen heuer zwei neue wichtige Aufträge erhalten. Beim einen handle es sich um eine Motorengeneratoreneinheit für Hybridfahrzeuge, die Thien für einen deutschen OEM-Produzenten herstellt. Beim anderen Auftrag gehe es um eine von einem Vorarlberger Unternehmen entwickelte Windkraftanlage mit einer Leis­tung von 3000 Watt. Dafür habe Thien einen Spezialgenerator mit einem hohen Wirkungsgrad entwickelt, der ohne Verstellung der Flügel arbeite. Mittlerweile habe auch hier die Serienfertigung begonnen. Robitschko rechnet mit mehreren 100 solcher Spezialgeneratoren pro Jahr. Damit habe Thien nun auch im Geschäftsbereich erneuerbare Energien Fuß gefasst.

Außerdem wurden bei dem Lustenauer Unternehmen heuer Investitionen getätigt. Rund 650.000 Euro sind in die Errichtung eines multifunktionalen Dreh- und Fräszentrums und zweier neuer Wuchtanlagen geflossen.

Als einen Grund für die gegenwärtig zufriedenstellende Geschäftsentwicklung nennt Robitschko unter anderem die Flexibilität des Unternehmens. Nicht nur kleinste Entwicklungsaufträge, sondern auch die Fertigung von größeren Serien mit hoher Stückzahl könne durchgeführt werden. „Pro Woche wickeln wir im Schnitt im Bereich Engineering ein bezahltes Kundenprojekt ab.“

Spezielle Anforderungen. Die durchschnittliche Losgröße habe sich in den vergangenen zwölf Monaten auf 160 Stück eines bestimmten Produktes belaufen. In dieser Zeit haben nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters rund 190.000 Artikel beziehungsweise Produkte das Haus in Richtung Kunde verlassen. „Viele unserer Produkte sind zudem einzigartig, da sie für spezielle Anforderungen entwickelt und produziert werden.“

Thien eDrives

Das Unternehmen ist mit 55 Mitarbeitern auf die Entwicklung und Produktion von Elektromotoren, Umrichtern und Antriebssystemen spezialisiert. Die Auftraggeber stammen aus den Bereichen Maschinen- und Pumpenbau, Marine, Landwirtschaft, Elektromobilität, Heizung/Lüftung/Klima, erneuerbare Energien sowie Medizintechnik. Der Exportanteil liegt bei über 90 Prozent, wobei insbesondere in die DACH-Region geliefert wird. Das Unternehmen wird von den beiden Geschäftsführern Reinhard Robitschko und Norbert Eckmayer geleitet. Es gehört zu je einem Drittel der REK Beteiligungs GmbH (Robitschko, Eckmayer, Kocara), dem Antriebssystemehersteller AVL List sowie der Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co KG aus München.

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