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Jägerlatein

Im Jahr 2033: Weihnachtsmarkttrifft Herbstbeginn

So wenig ich persönlich mit Halloween und Allerheiligen/Allerseelen anfangen kann – einen Vorteil haben diese Festlichkeiten. Sie werden am 31. Oktober beziehungsweise am 1. und 2. November gefeiert und damit basta. Andere festliche und gesellschaftliche Ereignisse der nächsten Zeit haben dagegen einen Vorlauf von Wochen oder gar Monaten – und der ist ähnlich schwer genießbar wie das „Vorlauf“ genannte Destillat beim Brennen von Spirituosen.

Über das (Vor-)Weihnachtsgeschäft habe ich mich ja schon mehrmals ausgelassen; genutzt hat es nichts. Noch immer werden die Schaufenster ab Mitte Oktober mit weihnachtlichem Firlefanz dekoriert. In den Supermärkten winken einem die Schoko-Nikoläuse entgegen, auch wenn draußen noch Schoko-schmelzende 20 Grad plus gemessen werden. Damit werde ich mich wohl ebenso abfinden müssen wie mit Ostereier-Nestern ab (spätestens) Aschermittwoch.

Ebenfalls immer zeitiger: der Start der Weihnachtsmärk­te. So wird derselbe in der „Vorlauf-Rekordstadt“ Bregenz bereits am 17. November eröffnet – also über zwei Wochen vor dem ersten Advent-Sonntag. Offenbar wollen viele Menschen bereits vor den letzten fallenden Blättern bei „Jingle Bells“-Beschallung Christbaumkugeln kaufen, denn sonst wäre dem ja nicht so. Geht man davon aus, dass auch in Zukunft der Beginn des Weihnachtsmarkts der Landeshauptstadt alle zwei Jahre um eine Woche nach vor verschoben wird, beginnt der Weihnachtsmarkt im Jahre 2033 gleichzeitig mit dem Herbst.

Besonders eklatant ist der Faschingsbeginn in wenigen Tagen – am 11.11. um 11 Uhr 11. Jetzt habe ich zwar mit der so genannten „Fünften Jahreszeit“ meinen Frieden geschlossen, dass diese allerdings schon einen guten Monat vor der „Vierten Jahreszeit“ beginnt, finde ich unlogisch und auch keineswegs komisch. Wenn sich Narren, Gardisten und Gugga-Bands erstmals im November treffen, dauert es dann mindestens zwei Monate – ein paar Besinnungstage inklusive – bis sie dann ab Mitte/Ende-Jänner so richtig loslegen können. Warum? Außer dem eher affigen Datum (das vielleicht deshalb gewählt wurde, weil der 1.1. um 1 Uhr 1 schon von einem anderen willkürlichen Fest belegt ist) sehe ich überhaupt keinen Grund, das närrische Treiben mitten im Herbst zu starten. Das würde nur dann Sinn machen, wenn Bälle, Umzüge, Prinzen-Ausrückungen oder Perchtenläufe ebenfalls bereits ab 11.11. wären. Dem ist aber nicht so – vor Ende Jänner ist wie gesagt Ebbe. Daher mag das Faschingsbeginn-Datum verstehen wer will, ich tu’s nicht.

Hnweis: Der Inhalt dieser Kolumne muss nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln. raimund.jaeger@russmedia.com

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