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Aus dem Gerichtssaal

Ponys veruntreut: 18 Monate Haft für vorbestrafte Frau

Eine 34-Jährige verkaufte nach Ansicht des Strafrichters vier geliehene Pferde, die gar nicht in ihrem Besitz standen.

Die Angeklagte hat nach Überzeugung des erstinstanzlichen Strafrichters unrechtmäßig vier Ponys im Gesamtwert von 10.000 Euro um 2500 Euro nach Liechtenstein verkauft, obwohl sie gar nicht die Besitzerin der Pferde war. Die 34-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch hatte die Ponys Leila, Lovely, Luna und Samurai von der 44-jährigen Besitzerin nur ausgeliehen.

Wegen Veruntreuung wurde die bereits mit fünf einschlägigen Vorstrafen belastete Angeklagte am Landesgericht Feldkirch zu einer Zusatzstrafe von neun Monaten Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen weitere neun Haftmonate aus einer offenen Vorstrafe. Damit beträgt die zu verbüßende Gesamtstrafe 18 Monate Gefängnis. Das Urteil von Richter Andreas Böhler ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe für das Vergehen der Veruntreuung hätte drei Jahre Haft ausgemacht.

Abgrasen. Die 44-jährige Pferdebesitzerin sagte vor Gericht als Zeugin, sie habe ihre vier Ponys der Angeklagten für drei Wochen geliehen. Die Angeklagte habe zu ihr gesagt, sie brauche die Pferde zum Abgrasen ihrer Pferdekoppel. Die Beschuldigte habe ihr Fotos geschickt, die die Ponys beim Grasfressen auf einer Weide zeigen. Zu diesem Zeitpunkt habe die Angeklagte die Pferde aber schon verkauft gehabt. Es sei nicht wahr, dass sie der Angeklagten die Pferde verkauft habe, weil sie bei der 34-Jährigen Schulden gehabt habe.

Mittlerweile habe sie drei ihrer Ponys vom Liechtensteiner Käufer gegen eine Ablöse von 750 Euro zurückerhalten, sagte die Pferdebesitzerin. Das vierte Pony habe der Liechtensteiner weiterverkauft. Dazu habe sie ihren Rechtsanwalt eingeschaltet. Denn der zweite Käufer weigere sich, das Pferd zurückzugeben.

Schwerer Betrug. Der Schuldspruch erfolgte auch wegen des Vergehens des schweren Betrugs. Nach den Feststellungen des Richters hatte die Angeklagte Reitsportartikel im Wert von 300 Euro unter falschem Namen bestellt und erhalten, aber nicht bezahlt. Freigesprochen wurde die Frau mangels Beweisen von einem weiteren angeklagten schweren Betrug. Sie hatte ein 2500 Euro teures Hörgerät bestellt und nicht bezahlt. Die Angeklagte sagte, ihr Mann habe das Hörgerät benötigt.

    Seff Dünser

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