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AMS

Arbeitsmarktlageweiterhin stabil

Arbeitslosenzahl bei den bleibeberechtigten Flüchtlingen ist gestiegen. Grund dafür: verstärkte Betreuungseinbindung durch das AMS.

Wie in den vorangegangenen Jahren erreichte die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen per Ende November den Jahreshöchststand. Darüber informierten die Zuständigen des Arbeitsmarktservice in einer Aussendung. Die Anzahl der Betroffenen erhöhte sich saisonbedingt gegenüber dem Vormonat nochmals um 528 (+5,1 Prozent) auf insgesamt 10.926 (5686 Männer und 5240 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr setzte sich die stabile Entwicklung aber fort, und die Arbeitslosigkeit lag erneut knapp (-0,6 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahres.

Dabei ist allerdings laut Experten zu berücksichtigen, dass durch die verstärkte Betreuungseinbindung die Arbeitslosenzahl bei den bleibeberechtigten Flüchtlingen in diesem Zeitraum um 346 (+124 Prozent) auf insgesamt 625 (489 Männer und 136 Frauen) zunahm. Ohne diese konjunkturunabhängige Entwicklung hätten sich die Arbeitslosenbestände in Vorarl­berg in der Jahresfrist um 413 oder 3,9 Prozent reduziert. Dies ist in weiterer Folge bei den meisten Ausführungen zu berücksichtigen.

Im Vorjahresvergleich verringerten sich die Arbeitslosenbestände bei den Männern um 22 (-0,4 Prozent) und bei den Frauen um 45 (-0,9 Prozent).

Nach Berufsgruppen betrachtet standen merklichen Rückgängen in den Gaststätten- (-64) und Handelsberufen (-44) Anstiege in den Hilfs- (+60) und Büroberufen (+51) gegenüber.

Gesundheit. „Große Schwierigkeiten bereitete vor allem die Wiedereingliederung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder ungenügender Qualifikation“, weiß Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Gut 45 Prozent aller vorgemerkten Arbeitslosen konnten nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen. Bei einem Viertel aller Arbeitslosen waren gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen vermerkt, welche sich mit zunehmendem Alter kontinuierlich erhöhten. Bei den über 50-Jährigen waren es bereits 41,6 Prozent.

Deutlich unter Schnitt. Österreichweit nahm die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Prozent auf insgesamt 326.876 zu. Dabei verzeichneten die Steiermark (-15,1 Prozent) und Oberösterreich (-10,4 Prozent) die größten Rückgänge. Mit 6,3 Prozent lag die Arbeitslosenquote in Vorarlberg erneut deutlich unter dem Bundesschnitt von 8,2 Prozent. Die Zahl der Schulungsteilnehmer nahm gegenüber 2016 um 22 auf insgesamt 2600 zu.

Da derzeit in fast allen Bereichen gute Arbeitsmöglichkeiten bestehen, erhöhte sich das Stellenangebot um gut 50 Prozent auf insgesamt 3010. Das Anforderungsprofil der Stellen entsprach aber oft nicht dem Ausbildungsniveau der Vorgemerkten.

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