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Gemeinsam für die „Dorfseele“

In Hard tut sich etwas: In einem Entwicklungsprozess wird die Gestaltung des Zentrums geplant. Hartinger

In Hard tut sich etwas: In einem Entwicklungsprozess wird die Gestaltung des Zentrums geplant. Hartinger

Harder Gemeindevertretung beschließt, Bürgerbeteiligung bei Entwicklungsprozess auszubauen.

Eigentlich waren sich die Vertreter aller Fraktionen in der Harder Gemeindevertretung einig: Bürgerbeteiligung ist wichtig und muss gefördert werden. Diskutiert wurde das Thema bei der Sitzung am Donnerstagabend dennoch ausführlich. Grund dafür war ein Antrag der Grünen, Freiheitlichen, Harder Liste und Sozialdemokraten. In diesem forderten die Mandatare eine verpflichtende Bürgerbeteiligung beim gerade laufenden Entwicklungsprozess „Dorfseele“. Dessen Ziel ist es, die künftige Gestaltung des Ortszentrums im Bereich Löwen, Brückenwaage, Kreuzschwesternhaus, Schule Markt, Seezentrum zu planen. Es soll ein „nachhaltiges, flexibles und identitätsstiftendes Quartier“ entstehen.

In Angriff genommen wurde der Prozess bereits im Jahr 2016. In einer Steuerungsgruppe wurden Leitlinien und Zukunftsbilder erstellt, die kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert worden sind. Ebenso wurde bereits Ende des vergangenen Jahres ein Workshop für interessierte Bürger durchgeführt. So manchem Harder und so mancher Harderin war dies jedoch zu wenig Beteiligung. Daher wurde die Plattform „Gemeinsam für Hard“ ins Leben gerufen. Deren Initiatoren machen sich für mehr Bürgerbeteiligung beim Prozess „Dorfseele“ sowie anderen Projekten in der Marktgemeinde stark.

Hier lag auch der Ansatz für den Antrag in der Gemeindevertretung. In diesem wurde gefordert, dass das Büro für Zukunftsfragen verpflichtend in den Prozess eingebunden werden muss. Ebenso müsse eine Bürgerbeteiligung der „Stufe 3“ sichergestellt werden. Dabei gestalten die Teilnehmer die Planung oder Entscheidung aktiv mit. Sanel Dedic (Grünes Hard) begründete den Antrag damit, dass es reges Interesse seitens der Bevölkerung am Prozess gebe. Gleichzeitig sei jedoch auch Kritik geäußert worden. Es herrsche Unsicherheit, wie es nun weitergehe. Die Verpflichtung zur Bürgerbeteiligung sollte diesbezüglich für Klarheit sorgen.

Gespräch. Die Wortmeldung von FPÖ-Fraktionsobmann Matthias Lexer sorgte dann jedoch für Überraschung. Der eingebrachte Antrag sei mittlerweile obsolet. Denn in einer E-Mail habe der Leiter des Zukunftsbüros Michael Lederer mitgeteilt, dass die Organisation bereits in den Prozess involviert sei. Es habe auch ein Gespräch mit Bürgermeister Harald Köhlmeier (ÖVP) sowie Vertreterinnen von „Gemeinsam für Hard“ gegeben, um die weitere Vorgehensweise zu koordinieren. Es sei daher auch nicht mehr sinnvoll, für den Antrag zu stimmen, meinte Lexer. Dem hielt jedoch Wolfdietrich Haertl von der Harder Liste entgegen: „Wem tut es weh, wenn wir das trotzdem beschließen?“

Schlussendlich durfte sich auch Lu Heimbach von „Gemeinsam für Hard“ als Auskunftsperson zu Wort melden. Sie hatte zusammen mit Mitstreiterin Martina Hämmerle die Diskussion verfolgt. „Uns geht es darum, dass die Bürgerbeteiligung im Prozess erhalten bleibt und ausgebaut wird. Es wäre daher schön, wenn es ein Commitment von allen gäbe, dies zu tun“, sagte sie zu den Gemeindevertretern.

Und der Aufruf trug Früchte. Nach einer kurzen Debatte einigten sich die Vertreter aller Fraktionen in einer Sitzungsunterbrechung auf einen neuen Antragstext, mit dem alle zufrieden waren. Einstimmig wurde schließlich beschlossen, dass die Bürgerbeteiligung beim Prozess ausgebaut wird.

Michael Steinlechner

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