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Höchst

„Ländle-Christbäume“ auf dem Vormarsch

Kinder reservieren Erwin Bauers Christbäume gerne mit selbstgemalten Zeichnungen. Privat

Kinder reservieren Erwin Bauers Christbäume gerne mit selbstgemalten Zeichnungen. Privat

Über 35 Vorarlberger Produzenten verkaufen Christbäume mit dem Ländle-Gütesiegel. Die Konkurrenz ist jedoch groß.

Jährlich werden in Vorarlberg circa 80.000 Christbäume verkauft. Nur 20 Prozent davon stammen aus dem Ländle. Das berichteten am Freitag Marcel Strauss, Geschäftsführer Ländle Marketing, sowie Thomas Ölz, Leiter des Fachbereichs Forst bei der Landwirtschaftskammer, bei einer Pressekonferenz. Der Großteil der Bäume werde aus Ungarn, Norddeutschland und Dänemark importiert. Die Folgen davon seien lange Transportwege, die hohe CO2-Emmissionen verursachen, erklärten die Experten.

Seitens des Ländle Marketing wurde daher ein eigenes, sternförmiges Gütesiegel für heimische Bäume eingeführt. Dieses soll den Kunden sig­nalisieren, dass die Bäume in Vorarlberg gesetzt wurden, hier gewachsen sind und auch im Ländle geerntet wurden.

Ein Vorteil heimischer Bäume ist nach Angaben der Experten auch, dass diese nicht so früh geschnitten werden müssen wie die importierten. Bei diesen müsse schließlich auch die Transportzeit mit eingerechnet werden.

Aktuellen Zahlen zufolge werden in Vorarlberg derzeit auf etwa 30 Hektar Christbäume produziert. Die Verantwortlichen der Landwirtschaftskammer streben den Ausbau der Produktion an. Besonders für Kleinanbieter könne die Aufzucht von Christbäumen ein attraktives Zusatzeinkommen darstellen, meinten Ölz und Strauss. Zudem werde dadurch die Produktvielfalt in der heimischen Land- und Forstwirtschaft gesteigert.

Ökologisch. Der Steinmetz Erwin Bauer ist einer dieser Kleinanbieter. Er besitzt eine Christbaumfarm in Höchst. Für ihn ist die Arbeit mit den Nadelbäumen nicht nur „eine willkommene Abwechslung“, sondern auch eine Sache der Nachhaltigkeit. Statt chemischer Unkraut- und Grasbekämpfungsmittel kommen auf seiner Farm für den notwendigen Grasschnitt Shropshire-Schafe zum Einsatz. Die Tiere dieser speziellen Rasse fressen nämlich nur das Gras und lassen die Bäume in Ruhe wachsen.

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