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Feldkirch

Bessere Bedingungen für Saisonarbeiter

vida-Landesvorsitzender Stemmer will wieder mehr ­heimische Fachkräfte für Tourismusbereich gewinnen.

Jedes Jahr kommt aus der Tourismusbranche derselbe Ruf – an allen Ecken und Enden fehlen die Arbeitskräfte“, sagt vida-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer. Er wünscht sich, dass mit dem gleichen Engagement an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen gearbeitet werde und Saisonarbeitskräfte nicht wie Leibeigene behandelt werden. So wäre das Problem der nicht besetzten Stellen lange nicht so groß. „Es ließen sich sogar auch wieder mehr heimische Fachkräfte gewinnen“, meint Stemmer.

Es könne nicht sein, dass Jahr für Jahr das gleiche Spiel gespielt werde. „Solange die Branche nicht bereit ist, sich zu ändern und nur mit dem Finger auf angebliche Schuldige zeigt, werden wir uns diese Jammerei anhören müssen“, stellt der vida-Gewerkschafter klar. Stemmer bezieht sich auf die Forderung von Tourismusverantwortlichen nach einer härteren Bestrafung von Saisonkräften, die ihren Dienst nicht antreten. „Die Tourismusverantwortlichen sollten sich viel mehr überlegen, warum das so ist. Attraktive Arbeitgeber haben kein Problem, Personal zu finden.“

In diesem Zusammenhang eine Erhöhung des Kontingentes für Saisonarbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Ausland zu fordern, ist für Stemmer ebenfalls falsch gedacht. „Auch mit einem höheren Kontingent treten nicht mehr Saisonkräfte ihren Dienst an. So kann auf Dauer kein einziges Personalproblem gelöst werden und wenn, dann nur kurzfristig“, kritisiert Stemmer die Rahmenbedingungen im Tourismusbereich. Das Heil in Drittstaaten zu suchen, sei jedenfalls der falsche Weg.

Schlechte Bedingungen. „Die Rahmenbedingungen gehören schleunigst verbessert. Die Saisonarbeitskräfte werden zum Teil wie Leibeigene behandelt. Überstunden werden oft nicht ausbezahlt, Ruhezeiten nicht eingehalten und von Dienstplan­sicherheit ist man ebenfalls weit entfernt.“ Hier gelte es, vor allem schwarze Schafe unter den Hoteliers härter zu bestrafen, so lasse sich auch das Image verbessern. „Nur mit besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen lässt sich das Problem von fehlendem Personal lösen“, meint der vida-Landesvorsitzende.

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