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„Genuss Box“

Gut verpackt mitnehmen,anstatt wegwerfen

Das recycelte und kompostierbare Material ist wärme- und kälte­isolierend sowie mikrowellen- und backofenfest. VLK

Das recycelte und kompostierbare Material ist wärme- und kälte­isolierend sowie mikrowellen- und backofenfest. VLK

Mit Einführung der „Genuss Box“ soll der Lebensmittel­verschwendung entgegengewirkt werden.

Circa 6000 Tonnen Küchen- und Speiseabfälle fallen jährlich in Vorarlbergs Restaurants, Großküchen und beim Eventcatering an. Mit einer gemeinsamen Initiative von Land und Wirtschaftskammer soll dieser Verschwendung entgegengesteuert werden. Die Verantwortlichen haben gemeinsam mit Experten der Firma Messerle in Mäder (Bürobedarf) die „Genuss Box“ entwickelt. Das ist ein Behältnis, um nicht verzehrte Speisereste mit nach Hause zu nehmen, um sie dann später aufzuessen.

„In westlichen Ländern werden generell zu viele Lebensmittel weggeworfen. Oft wird schon zu viel eingekauft und dann landen die gut zubereiteten – meist regionalen – Produkte im Abfall“, verdeutlichte Abfallwirtschaftsreferent Johannes Rauch bei der Präsentation am Montag.

Das „Hightech-Produkt“, so sagt Rauch, ist in doppelter Hinsicht gut. Denn: Die Box ist über deren Funktion hinaus robust. Und lässt sich in die Mikrowelle stellen sowie bei bis zu 220 Grad Celsius im Backofen aufheizen. Auch zum Einfrieren ist das Behältnis geeignet. Das Material besteht aus 100 Prozent recyceltem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ist kompostierbar. Die Box darf also in den Bio-Müll und ist eine ökologische Alternative zu bisherigen Verpackungen. „Mit dem Einsatz der Neu-Entwicklung könnten mehrere hundert Meter Alufolie eingespart werden“, betonte Andrew Nussbaumer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Personalisierbar. Im Land gibt es etwa 1100 potenzielle Betriebe, für welche der Einsatz des „Doggy Bag“ infrage komme. In der aktuellen Einführungsphase werden 42.000 Stück kostenlos an interessierte Gastronomen verteilt. Über 100 Gastwirte haben laut Rauch bereits eine Bestellung aufgegeben. Der offizielle Vertrieb startet im Jänner 2018. Dann können die Boxen zum Einführungspreis von 25 Cent bestellt werden. Die ersten 50.000 Stück werden nämlich vonseiten des Landes finanziell unterstützt. Danach schlagen die „Genuss Boxen“ mit 54 Cent pro Stück zu Buche. Die rechteckigen Träger sind auch mit Aufklebern personalisierbar. „Ich wünsche mir, dass es endlich schick wird, Essensreste mit nach Hause zu nehmen und sich dessen niemand schämt“, betonte Rauch.

 Danielle Biedebach

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