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Lesung „Tod in Weimar“

Kutscher, Kaufmann, Krimiautor

... Dominique Horwitz

... Dominique Horwitz

Als kurioser Droschkenfahrer Caspar Bogdanski kutschierte Dominique Horwitz durch den ersten Weimar-„Tatort“. In seinem Krimi-Debüt „Tod in Weimar“ trabt der Protagonist Roman Kaminski auf dem Kutschbock durch die Stadt der Dichter und Denker. Ein Fuchs, der glaubt, eins und eins zusammenzählen zu können. „Ich hatte die Idee schon viel früher, gleich nachdem ich nach Weimar zog“, sagte der Autor, Schauspieler und Musiker bei einer Lesung im Theater Kosmos. Und das muss wohl so sein, denn bis er die ersten gedruckten Exemplare seines Regional-Krimis in Händen hielt, vergingen fast fünf Jahre. „Ich habe sehr lange daran geschrieben“, verrät der 60-Jährige, der sich vielmehr von der Marie-Seebach-Stiftung, Deutschlands einzigem Altersheim für Bühnenkünstler, inspirieren ließ. Die Besucher der Lesung, darunter auch Augustin Jagg, Gründer und künstlerischer Leiter des Theater Kosmos, der in Lustenau lebende Künstler Markus Grabher und Elisabeth Helfer-Sinz nahm Horwitz mit in sein Weimarer Seniorenheim „Villa Gründgens“, wo sich eine illustre Gemeinschaft an alten Künstlern und solche, die sich dafür halten, zusammengefunden hat. Gerade als die Truppe dabei ist, Schillers „Die Räuber“ einzustudieren, geht der Tod um in der Seniorenresidenz: Nach dem Hausmeister stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen aus dem „Schiller-Zirkel“.

Pointiert, mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik erzählte Horwitz aus seinem Roman und gab seinen Figuren jeweils eine andere Stimmlage. Es war wahrlich ein Vergnügen, ihm dabei zuzuhören. Das fanden auch Schauspielerin Lisa Hofer, Regisseurin und Performerin Miriam Heinrich Horwitz, Stefan Simon und Michaela Landsbeck sowie Elke Gartner, Evi Küng und Dagmar Fitz.

<p class="caption">Im Doppelpack (v.l.): Augustin Jagg, Gründer und künstlerischer Leiter des Theater Kosmos mit Dominique Horwitz, Schauspieler („Tod eines Komikers“) und Krimi-Autor.   Marion Hofer (5)</p>

Im Doppelpack (v.l.): Augustin Jagg, Gründer und künstlerischer Leiter des Theater Kosmos mit Dominique Horwitz, Schauspieler („Tod eines Komikers“) und Krimi-Autor.   Marion Hofer (5)

<p class="caption">Schauspielerin Lisa Hofer (l.) und Regisseurin Miriam Heinrich Horwitz.</p>

Schauspielerin Lisa Hofer (l.) und Regisseurin Miriam Heinrich Horwitz.

<p class="caption">Evi Küng (l.) und Dagmar Fitz verfolgten die Lesung.</p>

Evi Küng (l.) und Dagmar Fitz verfolgten die Lesung.

<p class="caption">Elisabeth Helfer-Sinz und Künstler Markus Grabher.</p>

Elisabeth Helfer-Sinz und Künstler Markus Grabher.

<p class="caption">Stefan Simon und Michaela Landsbeck.</p>

Stefan Simon und Michaela Landsbeck.

Drei Fragen an

1 Sie beherrschen viele Disziplinen: Sie sind Schauspieler, Regisseur, Sänger und nun auch noch Autor. Hat Ihnen das Schreiben Spaß gemacht?

Dominique Horwitz: Es war zuerst mal ganz schön viel Arbeit. Ich habe ja auch lange dafür gebraucht. Es war aber ein großer Spaß. Ich habe oft Tränen gelacht.

2 Es war nie Ihr Berufswunsch Schauspieler zu werden?

Horwitz: Nein, ich wollte Kaufmann werden. Wie mein Vater. Aber nicht hinter dem Ladentisch, sondern als Warenhaus-Manager. Also begann ich zunächst eine Lehre als Verkäufer in der Herrenmoden-Abteilung des Berliner Kaufhauses KaDeWe. Ein Freund hat mich dann überredet, am Casting für einen Fernsehfilm teilzunehmen. Man hat mich genommen. Heute gehört alles zu mir: Gesang, Regie und nun Schriftstellerei. Es macht mein Leben aus.

3 Ihren ursprünglichen Berufswunch haben Sie aber nicht vergessen. Nun verkaufen Sie im Theater Kosmos gerade Ihr Buch.

Horwitz (lacht): Das ist gut. Ja, stimmt. Ich verkaufe auch Bücher.

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