Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

„Zurückhaltend und selbstbewusst“

Das Siegerprojekt auf der Seite Bahnhofstraße. Ganz oben soll ein Veranstaltungsraum entstehen, in dem es auch Kulturveranstaltungen für die Öffentlichkeit geben soll. VLV/MCD

Das Siegerprojekt auf der Seite Bahnhofstraße. Ganz oben soll ein Veranstaltungsraum entstehen, in dem es auch Kulturveranstaltungen für die Öffentlichkeit geben soll.

 VLV/MCD

Die Vorarlberger Landes-Versicherung (VLH) hat für den Neubau des Direktionsgebäudes einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Gewonnen hat ihn das Bregenzer Büro Dorner/Matt.

Von Brigitte Kompatscher

Nicht erst seit der Diskussion um die Seestadt ist der Standort ein ziemlich markanter, wie VLV-Vorstandsdirektor Robert Sturn eingangs bemerkte. In der Tat: Die Versicherung hat ihren Hauptsitz in der Bregenzer Bahnhofstraße, quer gegenüber vom Bahnhof. Und dieses Direktionsgebäude soll nun neu gebaut werden, wie gestern bei einer Pressekonferenz informiert wurde.

Vor einigen Jahren habe man festgestellt, dass der derzeitige Eingangsbereich weder behindertengerecht noch einladend sei, ging Sturn auf die Vorgeschichte ein. Pläne für einen Umbau desselben wurden allerdings bald verworfen, weil Kos­ten und Nutzen in keinem Verhältnis gestanden hätten. Dann tauchten Überlegungen auf, sich in der neuen Seestadt beziehungsweise im Seequartier Büros einzurichten. Nachdem dort allerdings nichts passierte, habe man im Vorjahr beschlossen, „das selbst in die Hand zu nehmen“, wie Sturn sagte.

Beste Antwort. Begleitet von der Architektenkammer wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, zu dem 17 Architektenbüros aus Vorarlberg und Tirol geladen wurden. 15 Projekte wurden abgegeben. Vergangenen Freitag war dann die Jurysitzung und um 19 Uhr stand der Sieger fest, erzählte Sturn: Dorner/Matt Architekten aus Bregenz. „Sie haben die beste Antwort auf die gestellten Anforderungen gegeben“, sagte der VLV-Direktor.

Großes Lob für das Siegerprojekt gab es auch von Jurymitglied Architekt Josef Fink. Er wies darauf hin, dass es wohl einer der interessantesten Plätze sei, an denen man in Bregenz bauen könne. Dazu komme, dass links und rechts des geplanten Neubaus mit dem denkmalgeschützten Welzenbacher-Haus und dem „Hinteregger“-Wohn- und Ärztehaus zwei unterschiedliche Zeitzeugen stünden. Da gelte es zu vermitteln. „Das Projekt von Dorner/Matt hat überzeugt, weil der Übergang vom einen zum anderen sehr gut gelöst wurde“, sagte Fink, „zurückhaltend und selbstbewusst.“ Ein weiteres Plus des Projekts sei, dass es von der Struktur her einfach und flexibel sei, erläuterte Fink. Damit sei das Gebäude für verschiedenste Nutzungen gut bespielbar. „Es kann das Gesicht der VLV zur Bahnhofstraße sehr gut repräsentieren“, lautete das Urteil des Experten.

Zehn Millionen. Rund zehn Millionen Euro wird der Neubau kosten, informierte Vorstandsdirektor Klaus Himmelreich. Anfang des Jahres 2021 ist der Einzug geplant, mit der genauen Planung soll Anfang nächsten Jahres begonnen werden. „Sollte es schon 2020 zum 100-jährigen Jubiläum fertig sein, wäre das eine tolle Überraschung.“ Nachdem auch eine Tiefgarage mit 30 Plätzen geplant ist, seien entsprechende finanzielle Mittel für die Statik vorgesehen, sagte Sturn. Man wisse ja, dass der Untergrund nicht der beste sei. Als Ausweichgebäude wird das nahegelegene Marienheim an der St.-Anna-Straße dienen. Dort sollen die rund 120 Mitarbeiter während der Bauzeit untergebracht werden. Derzeit würden die Räume adaptiert.

Beim Entwurfsprozess habe sie oft die Metapher eines Eckzahns begleitet, gab Architekt Markus Dorner Einblicke in die Entstehung des Projekts. Die Frage, wie die Lücke aufgefüllt werden kann, damit es passt. Und Christian Matt sagte: „Unser Ziel war es, ein zeitgemäßes Bürogebäude zu errichten. Wohnliche Arbeitsräume zu generieren, um die Distanz zum Kunden zu reduzieren.“

Einbindung. Probleme baurechtlicher Natur sollte es für den Neubau nicht geben. Waren doch Vertreter der Stadt in die Juryentscheidung eingebunden. Auch die Nachbarn dürften keine größeren Einwände haben, gehören doch beide direkt anliegenden Gebäude auch der VLV.

<p class="caption">Robert Sturn, Christian Matt, Markus Dorner und Klaus Himmelreich (v.l.) mit dem Siegerprojekt.</p><p class="credit"> VLV</p>

Robert Sturn, Christian Matt, Markus Dorner und Klaus Himmelreich (v.l.) mit dem Siegerprojekt.

 VLV

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.