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„Mittlere Kleinstadt“ mit Rekordwert

Vorarlberg und sieben weitere Bundesländer wurden vom Rechnungshof geprüft. Dietmar Stiplovsek

Vorarlberg und sieben weitere Bundesländer wurden vom Rechnungshof geprüft.

 Dietmar Stiplovsek

Zahlen und Inhalte zum Dornbirn-Budget 2018 wurden präsentiert. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ist mit wirtschaftlicher Entwicklung zufrieden.

In Dornbirn sollen im kommenden Jahr insgesamt 38 Millionen Euro investiert, ein Überschuss erwirtschaftet und gleichzeitig der Schuldenstand abgebaut werden. Demnach lässt sich also durchaus von einer positiven Budgetierung sprechen. Über Details in Sachen Finanzplanung in der Messestadt informierte am Mittwoch Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.

„Was die Budgetsumme von 288.420.200 Euro angeht, kann ich von einem Rekordwert sprechen. Das ist für eine mittlere Kleinstadt oder kleinere Mittelstadt wie Dornbirn eine beachtliche Summe“, sagte Kaufmann. Grund dafür sei unter anderem, dass Dornbirn selbst als einzige im Land ein Krankenhaus führe. Insgesamt sind rund 80 Millionen Euro des Budgets auf das Spital zurückzuführen. Darüber hinaus „kratzt“ Dornbirn an der 50.000-Einwohner-Grenze – was die Hauptwohnsitze betrifft. Mitte 2019 wird die Marke wohl geknackt. Mit Nebenwohnsitzen liegt die Einwohnerzahl jetzt schon bei 51.400 Personen. „Dornbirn ist Zuzugsstadt. Menschen und Unternehmer siedeln sich gerne hier an“, berichtete die Bürgermeisterin. Dieses kontinuierliche Wachstum erfordere wiederum Investitionen in Infrastruktur und auch in Maßnahmen zur Sicherung der Lebensqualität, sagte sie.

Wachstum. Generell wächst das Budget um 5,72 Prozent – oder 15,6 Millionen Euro – im Vergleich zu 2017. Budgetiert wurde laut Kaufmann nach vier wesentlichen Zielvorgaben. Diese wurden bereits im Sommer definiert und seitdem verhandelt: Zum einen soll das hohe Investitionsvolumen gehalten werden, zum anderen aber ein positives freies Budget zur Verfügung stehen. Außerdem soll keine Nettoneuverschuldung entstehen und schließlich der Rücklagenstand gehalten werden. Laut Kaufmann wurden alle Ziele im Rahmen der Budgetierung erreicht.

Investiert werden 38 Millionen Euro. Und zwar in die regio­nale Wirtschaft. Dabei werden Hochbauprojekte bei Krankenhaus, Volksschule und Kindergarten Haselstauden in Angriff genommen. Der Bau der neuen Polizeiinspektion beim Bahnhof wird vorbereitet, ebenso ein Neubauprojekt von Personalwohnungen für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen in der Vorderen Achmühlerstraße. Auch die Erneuerung der bestehenden Messehalle 5 steht auf der „To-Do-Liste“. Ein großer Teil des Budgets wird in Brücken, Straßen, Kanalbauten und in den Hochwasserschutz „gesteckt“. In den Bereich Tiefbau fallen auch der neuer Skaterplatz auf dem Bahnhofsgelände sowie die Umrüstung der Innenstadt-Beleuchtung auf LED.

Keine Neuverschuldung. Für den Neubau der Stadtbücherei wird zwar ein Darlehen aufgenommen, „dieses wird jedoch von der Sparkasse bedient. Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums finanziert die Bank die Bildungseinrichtung“, erläuterte Kaufmann. Daher müssten im kommenden Jahr die dabei anfallenden zwei Millionen Euro vom Schuldenstand abgezogen werden. Seit 2013 wird der Schuldenstand kontinuierlich abgebaut, mittlerweile um rund 13 Millionen Euro auf 138 Millionen Euro.

Früchte ernten. Erfreulich ist laut Bürgermeisterin auch die Entwicklung der Einnahmen. Alleine aus der Kommunalsteuer – das sind die Zahlungen der Unternehmen, die sich an der Anzahl und Qualität der Arbeitsplätze orientieren – werden im kommenden Jahr Einnahmen von rund 23,70 Millionen Euro erwartet. „Nun können wir die Früchte der Entwicklungen in den Betriebsgebieten Dornbirn Nord und Wallenmahd ernten“, formulierte es Kaufmann. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass es den ansässigen Betrieben gut gehe.

Freies Budget. Ein freies Budget von gut 1,5 Millionen Euro veranlasse zwar nicht zu Luftsprüngen. „Aber es zeigt, dass trotz Investition ein Überschuss erwirtschaftet werden kann“, betonte die Verwaltungschefin. Zusammengefasst gehe es der Stadt wirtschaftlich sehr gut, daher sei sie zufrieden mit der Situation. Der Budget-Entwurf, welcher mit den Fraktionsmitgliedern diskutiert wurde, wird der Stadtvertretung am 14. Dezember zur Beschlussfassung vorgelegt.

<p class="caption">Trotz Investitionen konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden.  Stadt Dornbirn/Dietmar Stiplvosek</p>

Trotz Investitionen konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden.  Stadt Dornbirn/Dietmar Stiplvosek

Voranschlag 2018

Ausgaben

Allgemeine Verwaltung 17.107.700 Euro

Öffentliche Ordnung und Sicherheit 5.040.600 Euro

Bildung, Sport, Wissenschaft 28.085.900 Euro

Kultur 6.834.900 Euro

Soziales, Wohnbauförderung 22.113.200 Euro

Gesundheit 114.653.200 Euro

Straßen, Wasserbau, Verkehr 9.083.000 Euro

Wirtschaftsförderung 2.892.400 Euro

Dienstleistungen 69.386.100 Euro

Finanzwirtschaft 13.223.200 Euro

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