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NEUE-serie – Teil 238

Winterwandern in St. Gallenkirch und Gortipohl

Auf der Wanderung sind einige Heubargen zu finden.  Hertha Glück (2)

Auf der Wanderung sind einige Heubargen zu finden.  Hertha Glück (2)

Die Geschichtenerzählerin Hertha Glück begibt sich diesmal auf eine Wanderung ab St. Gallenkirch, der Ill entlang nach Gortipohl und auf der Südseite zurück an den Start.

Romantisch und gleichzeitig geschichtsträchtig sind in St. Gallenkirch der Kirchenvorplatz mit der Tanzlaube und dem Brunnen. An dieser Stelle stand eine Kapelle. Die Kirche wurde 1474 erbaut, 1669 mit dem Neubau des Turms erweitert. Für den winterlichen Rundgang das Gotteshaus im Rücken lassend, wendet sich der Wanderer talauswärts, vorbei am Informationscenter bis zur Querstraße. In der Ortsmitte weist der Wegweiser links ab auf die Strecke in Richtung Gorti­pohl hin. Die lila Schilder sind besonders im Winter zu beachten, denn diese weisen auf präparierte Winterwanderwege hin.

Ordentlich steil abwärts führt der Weg bis zur Ill, dem Hauptfluss des Montafons, der erst in Feldkirch-Meiningen beim Illspitz in den Rhein mündet. Auf der linken Uferseite führt der Winterwanderweg bis nach Gortipohl. Immer wieder bieten Abzweigungen (links ab) früheres Zurückgehen und so eine Abkürzung der Route zu Fuß oder mit dem Bus. Obwohl der Wanderer sich inmitten des Hochgebirges befindet, durchläuft er eine unglaubliche Talweite mit einem fantastischen Blick auf den Verwall und das Silvrettagebiet.

Ab dem unteren Ried sind es nur noch 40 Minuten bis zum Ortsteil Gortipohl. Vereinzelt stehen schneebehangene Bäume und Sträucher mit Schneehauben. Besonders interessant sind die schönen, alten Bauernhäuser in typischer Montafoner Bauweise und auch die vereinzelt stehenden Heubargen mit den „Henza“ (eine Vorrichtung zum Heutrocknen).

Kirchturm weist den Weg. Weiter geht es an der Garfrescha-Talstation vorbei und hier wird schon die Kuratienkirche hl. Nikolaus in Gortipohl angekündigt. Von weitem zeigt sich auch schon der Kirchturm und der Balbier-Wasserfall tost wild den Felsen herab. Vor der zweiten Brücke wird links über die Wiese ins Ortszentrum Gortipohl abgezweigt. Der Kirchturm ist da ein guter Wegweiser, denn die Wege sind ein wenig verwinkelt.

An von der Sonne sehr begünstigten Hauswänden sind sogar noch Heckenrosen zu entdecken. Durch alte, anmutige und neue, moderne Häuserzeilen flanierend und schlussendlich über die Straße wird das Volksschulgebäude und der Kirchenplatz erreicht. Eine große Panoramatafel erläutert übersichtlich die Bergwelt. Bei der Renovierung der Kuratienkirche St. Nikolaus im Jahr 1959 wurde übrigens bei der Neueindeckung des Kirchturms eine Chronik aus dem Jahr 1854 entdeckt. In Richtung Kirchplatz geht es rechts ab zum Wasserfall hin. Steil aufwärts führt der Weg nun an Lesesteinmauern entlang, die so viel Wärme gespeichert haben, dass noch kleine Blumen blühen und sattes Grün zu sehen ist.

Nun wechselt der Blick hinauswärts ins Tal oder hinauf zum imposanten Balbier-Wasserfall. Natürlich kann auch zum Wasserfall hinaufgestiegen werden. Später gelangt man wieder auf den Weg zurück nach St. Gallenkirch. Diese Routenbeschreibung nimmt den direkten Weg. Bald erreicht der Wanderer eine beeindruckende Brücke über den wilden Gebirgsbach. Vorbei marschierend an uralten, liebevoll gepflegten Montafonerhäusern und an den Stallwänden hängen Vorrichtungen für die Heutrocknung, „Henza“. So erlebt man wiederum Sehenswürdigkeiten an Montafoner Heimat.

Bei Außergant geht es rechts ab und links über die Brücke, weiters übernimmt der Wiesenweg in Richtung St. Gallenkirch Ortszentrum. Nach dem Hangweg geht es links die Straße hinunter und wieder sind Kleinode an Architektur zu sehen. Achtung – plötzlich wird rechts abgezweigt auf den Zigganweg, der allerdings ein wenig gesucht werden muss. Sobald die Autostraße erreicht ist, nimmt man die links abwärts führende Richtung und gelangt so wieder an den Ausgangspunkt.

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