Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Mit den Jahren an die Grenzen gestoßen

Das engagierte Team, das den Wolfurter Pfadi-Flohmarkt (rechts) alle drei Jahre auf die Beine stellt.martin Widerin (3)

Das engagierte Team, das den Wolfurter Pfadi-Flohmarkt (rechts) alle drei Jahre auf die Beine stellt.

martin Widerin (3)

Am kommenden Freitag und Samstag geht in Wolfurt der traditionelle Pfadfinder-Flohmarkt über die Bühne – heuer in vergrößerter Form.

Von Brigitte Kompatscher

Den Wolfurter Pfadi-Flohmarkt gibt es seit dem Jahr 1981. Initiiert wurde er damals zur Finanzierung des Pfadfinderheims. Der erste ging – so wie auch die folgenden – im Vereinshaus über die Bühne. Hauptorganisator ist seit 17 Jahren Stefan Moosbrugger (siehe links), der schon bei der Premiere vor 37 Jahren dabei war. Neben der finanziellen Unterstützung der eigenen Jugendarbeit ging ein Teil des Erlöses auch immer an ein soziales Projekt. So lieferte er unter anderem das Startkapital für den Wolfurter Weltladen. Dass der Flohmarkt „nur“ alle drei Jahre organisiert wird, hat auch mit dem großen Aufwand zu tun, der damit verbunden ist – zumal das ja neben der eigentlichen Jugendarbeit passiert.

Auf der anderen Seite ist es dem Verein wichtig, so weit wie möglich ohne Subventionen auszukommen, erläutert Moosbrugger. Auch als pädagogisches Konzept: Dem Nachwuchs soll mit derartigen Veranstaltungen beigebracht werden, selber ini­tiativ zu werden und nicht auf Förderungen zu warten. Finanzielle Unterstützung von der Gemeinde gebe es aber schon, sagt der Organisator.

Doppelte Fläche. Nachdem bislang das Vereinshaus einziger Schauplatz des Flohmarkts war, wird heuer die Verkaufsfläche verdoppelt. Der Cubus und ein zusätzliches Zelt für die Möbel kommen dazu. „Es ging nicht mehr“, begründet Moosbrugger diese Ausweitung. „Wir sind jedes Jahr gewachsen und einfach an unsere Grenzen gestoßen. Wir hatten keinen Platz mehr.“ Das habe auch damit zu tun, dass immer mehr Dinge abgegeben werden. „Eigentlicht stimmt es traurig, wenn man sieht, was alles weggeworfen wird“, sagt Moosbrugger dazu. Es seien mittlerweile riesige Mengen an Dingen, die die Pfadfinder für ihren Flohmarkt bekommen – und es werde jedes Jahr mehr.
Auf der anderen Seite seien Flohmärkte mittlerweile wieder sehr im Trend – auch das habe sich im Laufe der Jahrzehnte geändert. Es gebe zahlreiche auch junge Leute, die weg von einem Konsumwahn wollen.

Trends. Abgegeben wird alles, sagt Moosbrugger – ganz nach dem Motto: „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“ Fitnessgeräte etwa, die zwei Mal verwendet wurden, bekommen die Pfadfinder öfter und „Trends“ aus den Vorjahren. „Sobald es irgendeinen Trend gibt, wissen wir schon, dass wir die Geräte ein paar Jahre später massenhaft bekommen“, erzählt Moosbrugger dazu mit einem Grinsen. Brotbackautomaten nennt er etwa als Beispiel dafür.

Die angenommenen Waren werden vom Team dann noch einmal sortiert und in verschiedenen Abteilungen zusammengestellt. Rund 200 Leute sind beim Flohmarkt im Einsatz, an die 100 am Verkaufswochenende. Moosbrugger selbst ist regelmäßig als Möbelverkäufer tätig. Sehr gut würden sich Textilien verkaufen, berichtet er von seinen Erfahrungen, aber auch Bücher oder Schallplatten.

Zusammenarbeit. Wenn am Freitag, dem ersten Verkaufstag, um 17 Uhr geöffnet wird, dann gibt es Menschen, die vorher schon eine Stunde lang vor der verschlossenen Tür gewartet haben, erzählt Moosbrugger. Da würden etwa die Händler kommen und diejenigen, die nach etwas ganz Bestimmtem suchen. Allerdings bleiben jedes Mal auch sehr viele Sachen ­übrig. Dreißig bis vierzig Prozent der Waren werden nicht verkauft, schätzt er. Diesbezüglich wird aber mit Partnern, zumeist sozialen Einrichtungen wie Lebenshilfe und Caritas, zusammengearbeitet, die sie brauchen können. Entsorgen widerspricht nämlich nicht nur der Nachhaltigkeit, sondern ist auch teuer.

Moosbrugger ist auch nach den vielen Jahren noch mit Freude beim Flohmarkt dabei: „Spaß macht es im Team und vor allem dann, wenn alles gut läuft.“

Pfadi-Flohmarkt

Termine: Freitag, 9. März, 17 bis 21 Uhr. Samstag, 10. März, 9 bis 16 Uhr. Vereinshaus und Cubus Wolfurt.

Abgabetermine und weitere Infos auf www.pfadfinder-wolfurt.com.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.