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Düstere Zeiten bei Zumtobel

Die Umsatzzahlen in den ersten drei Quartalen waren rückläufig. Zumtobel Group

Die Umsatzzahlen in den ersten drei Quartalen waren rückläufig. Zumtobel Group

Umsatzminus nach drei Quartalen im ­Geschäftsjahr 2017/18. Vorstand ­arbeitet an Zukunftsstrategie.

Beim börsennotierten Vorarlberger Lichtkonzern Zumtobel Group sieht es derzeit im wahrsten Sinne des Wortes eher düster aus. Neben einem quasi öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, dem Rücktritt mehrerer Aufsichtsräte und dem Ausscheiden des bisherigen CEO Ulrich Schumacher zeigen jetzt auch noch die Kennzahlen des Unternehmens nach unten.

Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, habe die Zumtobel Group in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2017/18 einen Umsatz von 908,1 Millionen Euro erzielt. Das ist ein Rückgang um 6,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres. Bereinigt um Währungseffekte handle es sich noch immer um einen Rückgang von 4,6 Prozent. Die für Zumtobel negativen Währungseffekte stammen aus der Aufwertung des Euro, gegenüber dem Schweizer Franken und dem Britischen Pfund und belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro an Umsatz, heißt es seitens der Konzernleitung. Gerade am wichtigen Absatzmarkt Großbritannien sei ein Rückgang von 20 Prozent eingefahren worden, sagte der neue CEO Alfred Felder. Ein zweistelliges Umsatzplus habe es derweil im Bereich Zumtobel Group Services gegeben.

Einen deutlich stärker ausgeprägten Rückgang gibt es unterdessen beim Gewinn. So sank das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in den ersten neun Monaten 2017/18 um 72 Prozent auf 13,9 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ebit verringerte sich unterdessen um 67 Prozent auf 20,5 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sei unter anderem ein „intensiver Preiswettbewerb“. Das Periodenergebnis drehte von vormals 29,8 Millionen Euro auf jetzt minus 1,7 Millionen Euro und war damit negativ.

Klare Agenda. Der erneuerte Vorstand arbeite bereits mit Hochdruck an dringenden operativen Maßnahmen und gleichzeitig an der künftigen Wachstumsstrategie. Vorstandssprecher Alfred Felder: „Die Entwicklung, die wir im dritten Quartal sehen, spornt uns als neuen Vorstand umso mehr an, nun mit Hochdruck an den Herausforderungen zu arbeiten. Wir haben uns für die nächsten Monate eine klare und dicht getaktete Agenda gesetzt – mit dem Ziel, die operative Entwicklung zu stabilisieren und die eingeleiteten Einsparmaßnahmen konsequent umzusetzen.“ Parallel dazu werde mit einem schlanker aufgestellten Management-Team an der Zukunftsstrategie für die Zumtobel Group gearbeitet. Hier sollen klare Maßnahmen und Ziele gesetzt werden. Sämtliche Strukturen, Unternehmensabläufe aber auch Märkte und Produktportfolios würden ergebnisoffen auf den Prüfstand gestellt.

Die Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitbasis inklusive Leiharbeiter) reduzierte sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 von 6761 auf jetzt 6497 Mitarbeiter, ein Minus von 3,9 Prozent.

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