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Gegen die Vorurteile

Ensemble Helga Pedross, Maria Fliri, Choreographin Anne Thaeter, Peter Bocek und Barbara Herold (v.l.).   Ritter (5)

Ensemble Helga Pedross, Maria Fliri, Choreographin Anne Thaeter, Peter Bocek und Barbara Herold (v.l.).  

 Ritter (5)

Ein Erfolg war die Theaterpremiere von „DI_VER*SE“, die unlängst im Alten Hallenbad in Feldkirch (die NEUE berichtete) über die Bühne ging. Regisseurin und Autorin Barbara Herold, Theater dieheroldfliri.at, hat für die Vorbereitungen zum Stück Gespräche mit authentischen Personen, mit Trans-, Transgender- und Interpersonen verschiedenen Alters und unterschiedlichster Herkunft, geführt. Erzählt wird nun in dem Stück über Alltag, Ausgrenzung und Anerkennung, über die Macht der Hormone und die Suche nach ihrem persönlichen Glück. Allein über Haltung, Sprache und Gestus demontieren die Schauspieler in dem dokumentarisch-satirischen Stück „typisch“ männliche und weibliche Verhaltensmuster. Das verinnerlichte Rollenverständnis wird so auf die Probe gestellt. Ein Stück über die Vielfalt Mensch.

Mensch sein. Diversität (Vielfältigkeit) wird in der Gesellschaft hoch bewertet, nur beim Geschlecht wird auf Entweder/Oder beharrt. Doch es gibt mehr. Die Textcollage aus Interviews mit Trans-, Transgender- und Interpersonen nähert sich neugierig, respektvoll und mit Humor einem tabuisierten Modethema. Fazit sollte sein: Es ist nicht wichtig, Mann oder Frau zu sein. Wichtig ist es, ein Mensch zu sein. Das beeindruckende Spiel der Schauspieler Maria Fliri, Helga Pedross und Peter Bocek bestaunten bei der Premiere unter anderem Kulturstadträtin Ingrid Scharf, die Künstler Arno Egger und Roland Haas, Schauspielerin Jasmin Rischar, Harald Petermichl, Kulturamtsleiter Roland Jörg, Regisseur Stephan Kasimir und Ausstatterin Caro Stark. Die Aufführung des Theaters dieheroldfliri.at ist noch bis 17. März im Alten Hallenbad in Feldkirch zu sehen. Yasmin Ritter

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... Barbara Herold, Theater dieheroldfliri.at/Regisseurin und Autorin

<p class="caption">Stolze Eltern: Hilde und Karl Pedross.</p>

Stolze Eltern: Hilde und Karl
Pedross.

<p class="caption">Stephan Kasimir, Caro Stark und Kulturamtsleiter Roland Jörg (v.l.).</p><p class="caption" />

Stephan Kasimir, Caro Stark und Kulturamtsleiter Roland Jörg (v.l.).

<p class="caption">Martin Dür und Susanne Ammann (Kunstverein allerArt).</p>

Martin Dür und Susanne Ammann (Kunstverein allerArt).

Drei Fragen an

1 Was ist das größte Problem für Transgender- und Interpersonen?

Barbara Herold: Es kursieren so viele Vorurteile und Missverständnisse zum Thema geschlechtliche Vielfalt, das schwankt zwischen Modethema und Tabu, zwischen Voyeurismus und Panik. Darum ist es wichtig, dem ganzen Themenkomplex zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Das ist von Nutzen für die gesamte Gesellschaft, wenn man sich bewusst wird, dass die Einteilung in nur Mann und Frau schlicht überbewertet wird. Der Mensch ist wichtig, nicht welches Geschlecht er hat.

2 Was hat Sie an dieser Arbeit am meisten berührt?

Herold: Mich hat das Vertrauen sehr berührt, das die Menschen, mit denen wir die Interviews geführt haben, uns entgegengebracht haben. Jede einzelne Lebensgeschichte war schmerzvoll beeindruckend, gleichzeitig ermutigend und bereichernd. Alle Personen sind durch schwerste Krisen gegangen. Wie man so viele Momente der ­Verunsicherung, der Diskriminierung überste­hen kann, das verdient unglaub­lichen Respekt und Wertschätzung. Und besonders berührt haben mich natürlich die begeisterten Rückmeldungen am Premierenabend von den unterschiedlichsten Menschen.

3 Was ist neu bei dieheroldfliri.at?

Herold: Wir sind gut vernetzt mit dem Verein Amazone und GoWest Verein für LGBT*IQ und vertiefen so unsere Vermittlungsarbeit. Das betrifft die Ausstellung im Foyer zu Rollenbild und Gender und unseren Themennachmittag am 17. März um 14 Uhr.

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