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Lernlandschaft auf drei Ebenen

Die Bäume wurden wiederum durch eine Spezialfirma verpflanzt.Stadt Dornbirn

Die Bäume wurden wiederum durch eine Spezialfirma verpflanzt.

Stadt Dornbirn

Bei der Volksschule Haselstauden in Dornbirn laufen derzeit die Vorbereitungen für den Neubau. Dabei wurden auch Bäume verpflanzt.

Genau 18 Bäume haben kürzlich bei der Volksschule Haselstauden ihren Standort gewechselt. Wie im Park bei der Stadtbücherei konnten die rund 15 Jahre alten Bäume gesichert werden. Sie übersiedelten großteils an den Müllerbach sowie entlang des neuen Radweges beim Bonetti-Haus. Derzeit laufen bei der Schule die Vorbereitungen für den Neubau. Im April erfolgen die Abbrucharbeiten. Die Kos­ten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 12,5 Millionen Euro. Anfang 2020 soll die neue Volksschule bezugsfertig sein.

Der Umzug erfolgte ähnlich wie bei den Bäumen bei der Stadtbücherei durch eine Spezialfirma. Die Bäume wurden von einer speziellen Maschine gemeinsam mit dem Wurzelballen ausgegraben und an anderer Stelle neu eingesetzt.

Im April wird bei der Schule dann jener Bauteil abgerissen, der in den 1960er-Jahren errichtet wurde. Der Altbau aus dem 19. Jahrhundert und die Turnhalle bleiben bestehen. Der große abgesenkte Vorplatz – die neue Schularena – ermöglicht ein vollwertiges Untergeschoss mit direktem Zugang zum Schulhof und bietet sich für verschiedenste Outdoor-Aktivitäten an, heißt es vonseiten der Stadt. Im Zuge des Neubaus werden auch die bestehenden Anlagen in der Turnhalle modernisiert.

Energieeffizient. „Die gesamte Schule wird außerdem in Sachen Energieeffizienz mittels durchgängiger LED-Beleuchtung, Wärmepumpe und einer Photovoltaik-Anlage auf den neuesten Stand gebracht. Auch gekühlt wird mittels Erdwärme – im besonders sparsamen Freecooling-Betrieb ohne Kältemaschine“, berichtet Hochbau­stadtrat Walter Schönbeck.

Im Vorfeld wurde von Vertretern der Schule und der Stadt ein „Pädagogisches Raumfunktionsbuch“ erarbeitet, in welchem die Anforderungen sowie Ideen zusammengefasst wurden. Denn offenes Lernen, individueller Förderbedarf und die verstärkte Nachfrage nach Mittagsbetreuung machen neue Raumkonzepte notwendig, sind die Verantwortlichen überzeugt.

Lernreviere. Das Herzstück der neuen Volksschule Haselstauden bildet eine großzügige, zusammenhängende Lernlandschaft über drei Ebenen. Dort sind Aula, Essbereich, Verwaltung, Nachmittagsbetreuung und ein Kreativbereich untergebracht. Schulstadtrat Werner Posch: „Dieser Indoor-Campus bietet Raum für Veranstaltungen und ist Treffpunkt für alle Schüler. Da immer mehr Kinder immer mehr Zeit in der Schule verbringen, sind gerade auch Räume zum Ausspannen und Wohlfühlen besonders wichtig.“

In Summe entstehen vier Lernreviere und ein Förderbereich auf drei Ebenen verteilt. Jedes Lernrevier wird über einen eigenen Zugang erschlossen und verfügt über einen eigenen Garderoben- und Sanitärbereich. In einem Lernrevier sind jeweils vier Klassenzimmer, ein Lehrerstützpunkt und ein Differenzierungsraum um einen offenen Marktplatz gruppiert.

Ein regengeschützter Freibereich steht zum „Luft-Schnappen“ zur Verfügung. Auch einige architektonische Raffinessen soll die neue Schule bieten. So erweitern große Dachsheds im Obergeschoss die Lernlandschaften in ihrer Höhe und sorgen zusätzlich für eine optimale, blendfreie Belichtung von Norden. Ein echter Hingucker sollen die begehbaren Glasböden werden, die Tageslicht auch in die unteren Geschosse bringen und die Schule als Ganzheit erlebbar machen sollen.

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