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Heimische Wälder

Vereinfachte Verwaltung in Sachen Forstdienst

Struktur des Landesforstdienstes wurde zur Unterstützung von Waldbesitzern mit Anfang diesen Jahres erneuert.

Gut 100.000 Hektar sind in Vorarlberg mit Bäumen bedeckt. Das sind etwa 37 Prozent der Landesfläche. Dabei hat der Wald gleich mehrere Funktionen: Lebensraum, Erholungsgebiet, Wirtschaftsfaktor und schützt gleichzeitig Siedlungsgebiete an Steilflächen. Diese Funktionen sollen natürlich auch künftig erhalten und verbessert werden. Die Landesregierung will das unter anderem mit einer Umstrukturierung des Landesforstdienstes erreichen. Landeshauptmann Markus Wallner, Agrarreferent Erich Schwärzler sowie Andreas Amann, Vorstand der Abteilung Forstwesen, informierten am Dienstag im Anschluss an die Regierungssitzung über die bisherigen Maßnahmen.

Wesentliche verwaltungstechnische Veränderung ist die Reduzierung auf zwei Behörden: zum einen die Forstverwaltung Nord mit Sitz in Bregenz, zum anderen die Forstverwaltung Süd mit Sitz in Bludenz (vorher waren es vier Abteilungen). Nichtbehördliche Aufgaben werden im Amt der Landesregierung behandelt. „Mit der Bündelung ergeben sich Vorteile für Bürger und Waldbesitzer“, meinte Schwärzler. Weniger Bürokratie und insbesondere die Unterstützung und Förderung von Kleinstwaldbesitzern soll das Ziel dieses Entwicklungsprozesses sein.

Etwa 6000 Waldbesitzer gibt in Vorarlberg. Zu deren Unterstützung wurden 39 regional verankerte Waldaufseher installiert. Den Fachleuten wurden mehr Kompetenzen zugesprochen. Sie beraten in allen Waldangelegenheiten, überwachen drohende schädliche Einflüsse auf den Bestand. Und das über ihre behördlichen Aufgaben hinaus. „Ziel ist es, dass die Besitzer Freude am Wald haben“, sagte Andreas Amann. Darüber hinaus gelte es, auch in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Bedeutung der Pflege zu stärken. Gleichzeitig soll die Ausbildung der Forstfacharbeiter forciert werden. Ein besonderes Augenmerk muss laut Schwärzler auf jungen Waldbeständen liegen. „Dort werden Grundsteine für künftige Stabilität, Mischung und Holzqualität gelegt.“

Multifunktionalität. Etwa die Hälfte des heimischen Waldes ist Schutzwald. 28.000 Hektar haben eine Hangneigung von über 60 Prozent. Siedlungsräume wären ohne den Bestand wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr gar nicht möglich. Für Eigentümer sowie Klein- und Mittelbetriebe ist der Wald Rohstofflieferant. Jährlich werden rund 450.000 Holzmeter geerntet. „Das entspricht einem Produktionswert von 30 Millionen Euro“, verdeutlichte Wallner. Neben Handel und Endverarbeitung werden 10 bis 30 Prozent des Rohstoffs verheizt. Der erneuerbare Energieträger trage also wesentlich zur Energieautonomie bei.  Danielle Biedebach

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