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Kuriose Fakten rund um Ostern

Der Hase ist eher zufällig zu seinem „Job“ als Eiüberbringer gekommen. Shutterstock , Neue Archiv

Der Hase ist eher zufällig zu seinem „Job“ als Eiüberbringer gekommen.

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Rund um das Osterfest gibt es viele verschiedene Bräuche, Traditionen und Wissenswertes. So manches wirkt etwas skurril.

Warum wir Eier färben: Dass wir zu Ostern Eier färben, hat einen ganz praktischen Ursprung. Im Frühjahr produzieren die Hennen besonders viele Eier. Unglücklicherweise fällt diese produktive Phase in die Fastenzeit, in der auch der Konsum von Eiern verboten ist. Daher mussten die Eier konserviert werden. Um anschließend die hart gekochten Eier von den rohen unterscheiden zu können, färbten die Menschen sie kurzerhand ein.

Warum bringt der Hase die Eier: Der Hase ist ein Symbol der Fruchtbarkeit. Das leuchtet ein, wenn man bedenkt, dass ein Hase im Jahr etwa 15 bis 20 Junge bekommt. Da das gesamte Osterfest eng mit der Fruchtbarkeitssymbolik verbunden ist, bot sich der Hase als Überbringer der Eier besonders gut an. Allerdings war dies nicht immer so. Vor ihm waren – je nach Region – der Fuchs, die Henne, der Kuckuck oder der Storch für das Eierverstecken verantwortlich.

Warum mancherorts die Eier fliegen: Ein weiterer kurioser Osterbrauch ist das Eierwerfen in Bulgarien. Hier werden Eier gegen Kirchenmauern oder gar auf Verwandte geworfen. Allerdings mit Bedacht, denn wenn das Ei dabei ganz bleibt, soll es Glück bringen. In Teilen Bayerns wirft man Eier über Häuserdächer, um das Haus vor Blitzeinschlägen zu schützen.

Was es mit dem Osterbilby auf sich hat: Hasen sind in Australien eine Plage. Daher löst in Down Under der Osterbilby mehr und mehr den Osterhasen ab. Er sieht ihm verblüffend ähnlich, ist jedoch ein Beuteltier. In seinem Beutel verstaut er praktischerweise die Osterleckereien und versteckt sie anschließend in Gärten und Parks.

Osterreiten: Das Osterreiten der zumeist katholischen Sorben hat in der Oberlausitz eine mehr als 500 Jahre lange Tradition. Mit Gehrock, Zylinder und weißen Handschuhen zogen Reiter am Ostersonntag in mehreren Prozessionen auf geschmückten Pferden in Sachsen durch Städte und Dörfer und sangen christliche Lieder. Es kam aber auch zu Unfällen: In Wittichenau zog sich ein Reiter bei einem Sturz eine schwere Beinverletzung zu. In Bautzen wurde ein Reiter leicht verletzt, als er vom Pferd fiel.

Oster-Narrenbriefe: Der Gækkebrev (Deutsch: Narrenbrief) ist eine dänische Ostertradition, die auch bei der dänischen Minderheit im Norden Schleswig-Holsteins gepflegt wird. Dabei werden Briefe mit selbst gedichteten Versen anonym an Freunde und Verwandte verschickt. Schafft der Adressat es nicht, den Absender zu erraten, ist er der Narr (Gæk). Errät er dagegen den Schreiber, ist dieser der Narr. Als kleine „Strafe“ muss der Gæk ein Schokoladenei verschenken. Die ers­ten Narrenbriefe wurden vermutlich um 1800 verfasst.

Ostereierwerfen: Auf der Nordseeinsel Föhr werfen die Kinder traditionell ihre Ostereier in die Luft und rufen dazu: „Eike, poleike, komm heel wedder daal“ (Hochdeutsch: „…komm heil wieder runter“). Auf Sylt sei dieser Brauch ebenfalls verbreitet, erklärte Anne Paulsen-Schwarz vom Nordfriisk Instituut. „Auch das Aneinanderstoßen von gekochten Eiern, das sogenannte „Pöötjren“, ist auf den Inseln beliebt.

Teuer: Luxus-Ostereier aus kostbaren Materialien kamen im 18. Jahrhundert an den europäischen Höfen in Mode. In den Werkstätten des russischen Juweliers Peter Carl Fabergé (1846–1920) beispielsweise entstand bis 1917 jedes Jahr ein prunkvolles Osterei für die Zarenfamilie – Mini-Meisterwerke aus Gold, Edelsteinen und Emaille.

XXL-Ei: Kurz vor Ostern legte eine Henne in Wolfenbüttel (D) eins der vielleicht schwersten Eier der Welt. 209 Gramm wiegt es, während normale Hühnereier im Durchschnitt auf etwa 60 Gramm kommen. Nach Angaben der Redaktion von Guinness World Records wurde das schwerste Hühnerei der Welt 1956 in den USA entdeckt – 454 Gramm soll es gewogen haben.

Entdeckung: Die Osterinsel wurde am Ostersonntag 1722 vom Holländer Jakob Roggeveen entdeckt. Bis auf das namensgebende Datum hat die Insel nichts speziell mit Ostern zu tun.

Philippinen: In einem umstrittenen Karfreitagsritual lassen sich in einigen Dörfern Menschen an Kreuze nageln. Sie betrachten das als Sühne für Sünden, die katholische Kirche verurteilt das Ritual.

Spanien: Bei Prozessionen frommer Bruderschaften werden Jesus- und Heiligenfiguren durch die Straßen getragen. Vielerorts vermummen sich Teilnehmer mit spitzen Kapuzen, einige „Büßer“ tragen Eisenketten.

<p class="caption">Der Hase ist eher zufällig zu seinem „Job“ als Eiüberbringer gekommen.</p><p class="credit"> Shutterstock , Neue Archiv</p>

Der Hase ist eher zufällig zu seinem „Job“ als Eiüberbringer gekommen.

 Shutterstock ,
Neue Archiv

<p class="caption">Eier wurden früher aus einem rein praktischen Grund bemalt.</p>

Eier wurden früher aus einem rein praktischen Grund bemalt.

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Eier wurden früher aus einem rein praktischen Grund bemalt.

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Eier wurden früher aus einem rein praktischen Grund bemalt.

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