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Bregenz/Raggal

Brände: Defekte Akkus sind Gefahrenquelle

Brand einer Müllsammelstation (links) beziehungsweise eines Batteriespeichers in einer Garage. Brandverhütungsstelle Vorarlberg (2)

Brand einer Müllsammelstation (links) beziehungsweise eines Batteriespeichers in einer Garage.

 Brandverhütungsstelle Vorarlberg (2)

Zahlen zum Brandgeschehen 2017 präsentiert. Laden von kaputten Lithium-Ionen-Akkus und Brandstiftung bei Müllstationen neu im Fokus.

Bei Bränden sind 2017 hierzulande zwei Personen ums Leben gekommen und 33 verletzt worden. Das berichtete Ralph Pezzey, Leiter der Brandverhütungsstelle Vorarlberg, am Freitagabend. Anlässlich des Verbandstages der Vorarlberger Feuerwehren in der Walserhalle in Raggal präsentierte er die Zahlen zum Brandgeschehen in Vorarlberg im vergangenen Jahr.

Die Zahl der Gebäudebrände, bei denen ein Feuerwehrein­satz notwendig war, ist demnach gegenüber 2016 geringfügig von 343 auf 329 gesunken. Für die Brandschäden liegt Pezzey derzeit noch kein endgültiges Datenmaterial vor, mit etwa 16 Millionen Euro dürfte das Schadensvolumen allerdings auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Neben Informationen zu den Tätigkeitsbereichen der Brandverhütungsstelle informierte Pezzey auch über mögliche neue Gefahren. So ist es durch die vermehrte Verwendung von Freizeitgeräten, wie E-Bikes oder sonstigen Hobby- und Spielgeräten mit Batteriespeichern (sogenannten Lithium-Ionen-Akkus), bereits zu einigen Bränden gekommen. Der Grund: Eine Beschädigung, unsachgemäßer Betrieb oder ein technischer Defekt kann während des Ladevorgangs im Inneren des Akkus zu einem Kurzschluss führen.

Rauchmelder. Geräte – wie die oben genannten – sollten daher keinesfalls in Treppenhäusern oder im Verlauf von Fluchtwegen aufgeladen werden, betonte Pezzey. Zudem empfiehlt es sich, Räume, in denen Akkus aufgeladen werden, mit Rauchwarnmeldern zu überwachen.

Eine weitere Gefahrenquelle sieht Pezzey in der Altpapier- und Kunststoffsammlung. Konkret verwies er auf den Wechsel von zentralen Wertstoffsammelstellen zur Abholung vor Ort. Derartige Abholplätze seien nämlich erfahrungsgemäß sehr brandstiftungsanfällig. Deshalb seien auch in diesem Fall einige Sicherheitsaspekte zu beachten: Die zur Abholung bereitgestellten Stoffe sollten an einem brandsicheren Ort zwischengelagert und möglichst kurz vor dem Abholtermin im Freien bereitgestellt werden. Pezzey empfiehlt dabei, zu brennbaren Fassaden oder Gebäudeöffnungen einen Abstand von zumindest drei Metern einzuhalten.

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