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Wien/Dornbirn

„Echte AUVA-Reform statt Kahlschläge“

Neos-Vorsitzender Matthias Strolz und Gesundheits­sprecher Gerald Loacker präsentierten Vorschläge.

Gesundheitsministerin und Vizekanzler üben sich in Überschriften-Politik und stellen eine Auflösung der AUVA ohne neues Konzept für die gesetzliche Unfallversicherung in den Raum, kritisierten Neos-Chef Matthias Strolz und Gesundheitssprecher Gerald ­Loacker am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Die Zahl der Arbeitsunfälle sei in den vergangenen Jahren gesunken. Bei den Erwerbstätigen sei die Zahl im Zeitraum 2006 bis 2016 um 16 Prozent zurückgegangen, während die Zahl der Versicherten bei der AUVA um zwölf Prozent gestiegen ist. Parallel zur Abnahme der Zahl der Arbeitsunfälle seien die Einnahmen stark gewachsen.

„Inzwischen sitzt die AUVA nicht nur auf einem Finanzvermögen von rund 500 Millionen Euro, sondern hat auch Rücklagen im Umfang von rund 1,1 Milliarden Euro angehäuft“, berichtete Loacker. Genau dieses Geld wollte die Gesundheitsministerin nun in die finanzschwachen Krankenkassen transferieren, um sich echte Systemreformen zu ersparen. „Besser wäre es, dieses Geld für eine echte Reform des Systems zu verwenden“, betonte der Gesundheitssprecher.

Versicherungspflicht. Konkret schwebt den Neos als güns­tigere und effektivere Lösung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Versicherungspflicht statt einer Pflichtversicherung vor. Unternehmen sollten in Zukunft dazu verpflichtet werden, eine selbst zu wählende Arbeitsunfallversicherung für die Mitarbeiter abzuschließen. Dadurch sei mit einer Einsparung von gut der Hälfte der Kos­ten zu rechnen. Die neue betriebliche Unfallversicherung biete zusätzlich die einmalige Chance, das historisch gewachsene Kompetenzen-Dickicht in der betrieblichen Unfallvorsorge, der Behandlung und der etwaigen Rehabilitation von Arbeitsunfällen zu lichten.

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