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Aufbruch in die vierte Dimension

Mit einem Umsatz von knapp 50 Millionen Euro im Jahr 2017 startet das Familienunternehmen Hefel ins Jubiläumsjahr: 70-jähriges Bestehen wird gefeiert.

Von Danielle Biedebach

Viele kennen es vielleicht vom Vorbeifahren: Das raumschiffähnliche Firmengebäude in der Wolfurterstraße in Lauterach. Und viele wissen wahrscheinlich nicht, was sich im Inneren verbirgt. Der sogenannte Terminal V gehört zur Hefel Immobiliengruppe. Die Räumlichkeiten boten bisher die Möglichkeit, einen virtuellen Blick in die zukünftige eigene Wohnung zu werfen. Quasi eine dreidimensionale Vorabbegehung im Maßstab 1:1. Möglich ist das durch eine Spezialbrille und Visualisierungsprogramme. Bereits 2002 wurde die öffentlich zugängliche Virtual-Reality-Plattform fertiggestellt. Als erste in Europa.

Jetzt tut sich erneut etwas am Terminal V. Zeichen von Modernisierung lassen sich erkennen. Baugerüste wurden am Gebäude installiert, das Innere des scheinbar schwebenden Baukörpers wurde entkernt. Ziel ist es, die 3D-Technologie um eine weitere Ebene zu erweitern. Darüber ­informierten die Geschäftsführer der Hefel Immobiliengruppe bei einem Mediengespräch vor Ort.

„Der Vorteil bei dieser Möglichkeit ist, dass sich Kunden besser vorstellen können, was sie für ihr Geld bekommen“, erläuterte Wilfried Hefel, Leiter Marketingentwicklung und Verkauf. Die Technologie wurde mittlerweile verbessert. Heute könnten Darstellungsqualitäten geliefert werden, die der Realität so nahe kommen, dass kaum mehr ein Unterschied zu erkennen sei. Zusätzlich soll nun das „Statische“ genommen werden. „Es wird vierdimensional. Es werden Drehscheiben im Boden eingelassen, welche sich in alle Richtungen bewegen. Ebenso mobile Stühle“, gab Hefel einen Einblick. Vergleichbar sei die neue Technologie mit dem Imax-Kino. Der potenzielle Kunde wird künftig analog spüren, wie er digital in die Tiefgarage fährt, mit dem Lift in das Apartment gebracht wird, wie sich der Fußweg auf der Terrasse anfühlt. „Vielleicht mag das nach Spielerei klingen, aber es ist unser Bestreben, ein möglichst realistisches Szenario zu schaffen“, sagte Hefel. Schließlich müsse ein Kunde bereit sein, für eine Dreizimmerwohnung 300.000 Euro auszugeben.

Anfang des Jahres haben die Umbauarbeiten begonnen, bis Juli sollen diese abgeschlossen sein. Etwa eine Million Euro wird in die Modernisierung investiert. Präsentiert wird die neue Technologie im September, pünktlich zu den 70-Jahr-Feierlichkeiten der Firma.

Zweistelliges Wachstum. 1948 wurde das Familienunternehmen gegründet. Aus dem ursprünglichen Bauunternehmen ist eine Unternehmensgruppe mit fünf Tochtergesellschaften geworden (siehe Infobox). „Seit einigen Jahren begleiten uns nun ideale Rahmenbedingungen. Das schlägt sich auch in den Umsatzzahlen nieder“, zog die kaufmännische Leiterin Graziella Hefel Bilanz. Mit „idealen Rahmenbedingungen“ meinte Hefel die niedrigen Zinsen und den stetig steigenden Bedarf an Wohnraum, was dem Zuzug und der Lebensqualität und Sicherheit in Vorarlberg geschuldet sei. 2017 wurden 127 Wohneinheiten (Anlage oder Eigentum) realisiert. Der Jahresumsatz betrug 49,6 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Jahr 2016 mit etwa 44 Millionen Euro. Die Zahlen beziehen sich dabei auf die komplette Unternehmensgruppe. Für das laufende Jahr peilen die Geschäftsleiter sogar ein Umsatzplus von etwa 20 Prozent auf 60 Millionen Euro an. 175 Wohneinheiten stehen 2018 auf dem Plan.

„Um wie prognostiziert weiter zu wachsen, haben wir uns entschlossen, den Markt auszuweiten. Wir waren es bisher gewohnt, im kleinen Radius zu arbeiten“, ergänzte Wilfried Hefel. Ein Grund, nun auch in externen Märkten tätig zu werden, sei auch eine „nicht ideale Rahmenbedingung“. Nämlich der „tägliche Kampf“ mit den steigenden Grundstückspreisen.

In Tirol wurden bereits zwei Projekte verwirklicht. Darüber hinaus wurden das Umland von Wien und das Umland von München als neue Märkte definiert. Die Verantwortlichen wollen dort in den nächsten Jahren Fuß fassen. Allerdings sei der Bedarf an Grundstücken zumindest momentan gedeckt.

<p class="caption">Die Geschwister Christian, Graziella und Wilfried Hefel (v.l.).</p><p class="caption"> Mathis</p>

Die Geschwister Christian, Graziella und Wilfried Hefel (v.l.).

 Mathis

Hefel Immobiliengruppe

Die Hefel Immobiliengruppe besteht aus fünf Tochtergesellschaften. An der Spitze befindet sich die Hefel Wohnbau AG. Dieser Generalunternehmer hat sich auf Wohnungen mit multimedialer Technik spezialisiert. Grabher, Der Baumeister GmbH ist ebenfalls ein Generalunternehmer mit eigenem Bauhof und eigenen Gewerken. Grabher hat sich auf Massivbauweise und mehrgeschossigen Wohnbau, aber auch auf Einfamilienhäuser spezialisiert. Die Firma Riva home GmbH wendet sich an die Zielgruppe der 22- bis 32-Jährigen. Im Vordergrund steht das leistbare Wohnen. Die smart home Bauconsulting GmbH übernimmt Miet-, Hausverwaltungs- sowie Maklertätigkeiten. Und schließlich gibt es die Hefel Hoch+Tiefbau GmbH – die eigentlichen Wurzeln der Unternehmesgruppe. Insgesamt werden etwa 140 Mitarbeiter beschäftigt.

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