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Liebherr hat richtigen Kurs eingeschlagen

Liebherr-Seilbagger im Nassbagger-Einsatz im Hafen von Piombino in Italien. Liebherr

Liebherr-Seilbagger im Nassbagger-Einsatz im Hafen von Piombino in Italien. Liebherr

Baumaschinenhersteller hat 2017 höchsten Umsatz überhaupt erwirtschaftet. Am Standort Nenzing wurden 592,8 Millionen Euro fakturiert.

Der Baumaschinen- und Technologie-Konzern Liebherr hat 2017 den höchsten Umsatz in der Firmengeschichte erwirtschaftet. Die Erlöse seien um 9,3 Prozent auf rund 9,85 Milliarden Euro geklettert, teilten Verantwortliche des weltweit agierenden Unternehmens am Donnerstag an seinem Hauptsitz im schweizerischen Bulle sowie in Biberach an der Riß mit. Der Gewinn sei 2017 um 33 Millionen auf 331 Millionen Euro gestiegen.

Die Zahl der Arbeitsplätze stockte der Hersteller von Krananlagen, Bergbaugeräten, Verkehrstechnik, Luftfahrtausrüstungen sowie Haushaltsgeräten um 1561 auf. Damit beschäftigte Liebherr zum Jahresende 2017 weltweit 43.869 Menschen. Für 2018 erwarte Liebherr ein weiteres Umsatzwachstum. Darauf deute die „aktuell sehr gute Auftragslage“ hin.

Nenzing im Plus. Die Verantwortlichen vom Liebherr-Werk Nenzing GmbH haben das Geschäftsjahr 2017 ebenfalls positiv bilanziert. Das Niveau des Vorjahres wurde um rund 1,4 Prozent auf 473,3 Millionen Euro gesteigert. Wesentliche Steigerungen wurden insbesondere im Segment der Ramm- und Bohrgeräte mit einem Plus von mehr als 16 Prozent realisiert. Durch den Ausbau des Anbaugerätesegments ist es den Verantwortlichen gelungen, sich immer mehr als Komplettanbieter im Spezialtiefbau zu positionieren. In diesem Segment haben sich vor allem die südostasiatischen Länder wie Malaysia, Vietnam oder Indonesien als starke Wachstumstreiber entwickelt, heißt es vonseiten des Unternehmens.

Dynamisch entwickelt habe sich auch der Absatz im Segment der Hydroseilbagger. Dieser lag um rund sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Hervorzuheben sei dort der Markteinstieg in die neuen Bereiche Nassbaggern und Mining.

Um zwei Drittel rückläufig war laut Bilanz hingegen die Entwicklung im Segment der Raupenkrane. Dies sie auf eine abnehmende Dynamik im stärks­ten Absatzmarkt Nord­amerika zurückzuführen. Dennoch würden die Absatzzahlen im langjährigen Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen.

Geografisch betrachtet sei Nordamerika nach wie vor der größte Absatzmarkt. Gefolgt vom EU-Raum, osteuropäischen Ländern sowie Südostasien. Der Standort Nenzing ist gleichzeitig Sitz der Sparten­obergesellschaft der Liebherr-MCCtec GmbH und nimmt damit Steuerungs- und Konsolidierungsfunktionen wahr. Insgesamt wurde am Standort Nenzing ein Umsatz von 592,8 Millionen Euro erzielt. Darin beinhaltet sind neben dem genannten Baumaschinenumsatz auch Umsätze für maritime Krane, welche an den Standorten Rostock (D) und Sunderland (GB) produziert werden.

Digitalisierung. Auch im Baumaschinenbereich geht es zunehmend darum, Dienstleistungen anzubieten, um Prozesse auf der Baustelle zu erleichtern. Diesen Trend hat Liebherr in die Strategie als ganzheitlicher Systemanbieter integriert. So werden Instrumente zur Planung der für einen Baustelleneinsatz geeigneten Geräte sowie zur Erfassung und Dokumentation Maschinendaten angeboten. Diese Daten werden dann digital miteinander vernetzt. So wird die Arbeit aller am Bau beteiligten Personen unterstützt.

Beispiele dafür sind Weiterentwicklungen im Bereich der Baustellenplanungs-Software, der Baumaschinen-Simulatoren oder die Einführung automatisierter Positionierungssysteme im Spezialtiefbau.

Die aktuelle Auftragseingangssituation im Baumaschinenbereich deute auch auf ein positives Geschäftsjahr 2018 hin. Insgesamt soll ein leicht gesteigertes Umsatzniveau im Vergleich zu 2017 erzielt werden.

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