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Gesundheitshotline gut angenommen

Die Gesundheitshotline ist rund um die Uhr erreichbar.   VLK (2)

Die Gesundheitshotline ist rund um die Uhr erreichbar.   VLK (2)

Bei zwei Drittel aller Beratungen wurde der Besuch beim Hausarzt empfohlen. Nutzerzahl soll bis 2019 gesteigert werden.

Von Michael Steinlechner

Genau 18.935 Mal haben die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger im ersten Jahr die Nummer der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 angerufen. Das haben der zuständige Landesrat Christian Bernhard und Manfred Brunner, Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK), am Montag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Erwartungen, die in das Pilotprojekt gesetzt worden seien, seien damit erfüllt worden, meinte Bernhard.

Am 7. April des vergangenen Jahres ist die Hotline gestartet worden. Ziel war es, eine 24-Stunden-Anlaufstelle für medizinische Fragen einzurichten. Dabei werden zum einen einfache Auskünfte erteilt – beispielsweise welche Apotheke geöffnet hat oder welcher Arzt im Dienst ist. Zum anderen werden auch Beratungen vorgenommen, bei denen Anrufer ihre Beschwerden schildern und dann eine Empfehlung zur weiteren Vorgehensweise erhalten. Die Bandbreite reicht dabei von der Selbstversorgung über den Besuch beim Hausarzt bis hin zur Abholung mit dem Rettungswagen. Von den knapp 19.000 Anrufen bei der Hotline insgesamt wurde diese Art der Beratung 11.025 Mal in Anspruch genommen.

Sieben diplomierte Krankenpflegekräfte fungieren derzeit als Auskunftspersonen für die Anrufer. Im Mai wird das Team um drei weitere Berater aufgestockt. In den Gesprächen gehen sie gemeinsam mit den Hotline-Nutzern einen Fragebogen durch, um die gesundheitlichen Beschwerden einordnen zu können. Abhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen der Rat-Suchenden wird dabei einem von über 200 Fragebäumen gefolgt. Am Ende steht nach Angaben von Bernhard keine Diagnose, sondern eine Handlungsempfehlung für den Anrufer.

Arztbesuch. In zwei Drittel aller Fälle lautete der Rat, einen niedergelassenen Arzt aufzusuchen, berichtete Manfred Brunner am Montag. 14 Prozent der Erkrankten sollten ins Krankenhaus gehen. Immerhin noch bei vier Prozent aller Anrufe wurde ein Rettungswagen zu den Betroffenen geschickt. Genutzt wurde die Hotline vor allem in den Morgen- (7 bis 9 Uhr) sowie den Abendstunden (17 bis 20 Uhr), an den Wochenenden und am Freitagnachmittag. Ein Spitzenwert wurde am 24. Dezember erreicht. 120 Anrufe gingen unter der Nummer 1450 ein. 50 Beratungen wurden durchgeführt. Grund dafür sei gewesen, dass viele Ärzte ihre Ordination an diesem Tag geschlossen hätten, sagte Brunner.

Bei den Krankheitsbildern haben sich Unterschiede zwischen den Jahreszeiten gezeigt. So waren zwischen April und September abdominale Schmerzen und Insektenbisswunden häufig der Grund für einen Anruf bei der Hotline. Von Oktober bis März ging es des Öfteren um Ohren- sowie Kopf- und Bauchschmerzen. Das ganze Jahr über war Fieber bei Kleinkindern ein Thema.

50.000 Anrufer. Der Start des Projekts sei erfolgreich gewesen, betonten die Verantwortlichen. Sie hoffen, dass bis zum Ende der Pilotzeit im April 2019 die Zahl von insgesamt 50.000 Anrufern erreicht wird. Dafür müsse weiterhin die Werbetrommel für die Hotline gerührt werden.

Zudem gelte es, sich Gedanken darüber zu machen, was inhaltlich noch verbessert werden könnte, meinte der Gesundheitslandesrat. Aus seiner Sicht wäre es beispielsweise denkbar, eine Möglichkeit zur Video- oder Fotoübertragung zu schaffen. Derartige Angebote gebe es in der Schweiz bereits. Vorerst freute sich Bernhard jedoch über das erfolgreiche erste Jahr.

<p class="caption">VGKK-Obmann Manfred Brunner (l.) und Landesrat Christian Bernhard.</p>

VGKK-Obmann Manfred Brunner (l.) und Landesrat Christian Bernhard.

Zahlen und Fakten

Start: 7. April 2017

Anruferzahl: (bis 11.4.2018) 18.935, ­davon 11.025 Beratungen

Empfehlungen: rund 65 Prozent: niedergelassener Arzt

rund 14 Prozent: Krankenhaus

rund 10 Prozent: Apotheke, Zahnarzt, ­Hebamme, Vergiftungszentrale,

Physiotherapie etc.

rund 6 Prozent: Selbstversorgung

rund 4 Prozent: Rettungsdienst (Rettungseinsätze)

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