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Bregenz

Restrukturierungen bei Glas Marte beendet

Zusammentreffen mehrerer negativer Faktoren sorgte für drei schwierige Geschäftsjahre. Es folgten Reorganisation und Verschlankung.

Von Günther Bitschnau, WPA

Der Glasverarbeiter Glas Marte GmbH hat im Geschäftsjahr 2017/18 (Februar) ein länger andauerndes, umfassendes Restrukturierungs- und Reorganisationsprogramm abgeschlossen. Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr endet für das Unternehmen auch eine drei Jahre andauernde Phase mit teils deutlichen Verlusten. „Wir haben uns jetzt auf unsere Kernbereiche fokussiert, unsere Kräfte konzentriert und dem Unternehmen eine klare Strategie gegeben, die jetzt einmal bis ins Jahr 2022 gilt.“ Das erklärten CEO Markus Weiskopf und Geschäftsführer und Miteigentümer Bernhard Feigl.

Weiskopf und Feigl begründen die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre mit gleich mehreren Faktoren, die zusammengekommen und so nicht zu erwarten gewesen seien. Begonnen habe alles mit einem über mehrere Jahre andauernden Investitionsstau, der durch mangelnde räumliche Entwicklungsmöglichkeiten am Stammsitz in Bregenz verursacht wurde. Der schlussendlich dann doch gefundene Standort für ein weiteres Produktionswerk in Kißlegg (Deutschland) erwies sich unverschuldet als Rohrkrepierer. Die Verantwortlichen von Glas Marte wurden nach eigenen Angaben vom dortigen Gemeindeverband nicht korrekt über die vorhandene Widmung des vorgesehenen Grundstückes informiert. Der Kauf des Grundstückes wurde rückabgewickelt.

Dann übernahm Glas Marte im Jahr 2015 die insolvente Firma Steindl Glas in Itter in Tirol. Aber dort mussten wesentlich mehr Altlasten aufgearbeitet werden als geplant.

Aufstieg in neue Liga. Die Altlasten-Aufarbeitung am Tiroler Standort (dort fehlte beispielsweise eine Betriebsanlagengenehmigung) wurde mit einem rund vier Millionen Euro schweren Investitionsprogramm unter anderem für den Maschinenpark verbunden. Das Werk mit etwa 60 Mitarbeitern arbeite nunmehr hochautomatisiert. „Wir sind durch Itter jetzt in eine neue Liga aufgestiegen“, sagten Weiskopf und Feigl. Mit diesem zusätzlichen Produktionsstandort könne Glas Marte seine Abhängigkeit von externen Lieferanten deutlich reduzieren.

Klage wird eingebracht. Die Aufarbeitung einer Altlast steht unterdessen noch aus. Es geht um den abgesagten Standort in Kißlegg. „Wir hatten dort jahrelange Vorbereitungen und Aufwände mit Planungen und Personal. Das Werk wäre bereit zum Bau gewesen. Mit der Rückabwicklung des Grundstückskaufes ist es deshalb nicht getan“, erläuterte Feigl. Hinsichtlich der sehr hohen Vorleistungen seien erfolglos Vergleichsgespräche mit dem zuständigen Gemeindeverband von Kißlegg geführt worden. Jetzt soll eine Klage eingebracht werden. Es gehe dabei um deutlich mehr als eine Million Euro.

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