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Inhaus eröffnet neuen Bäderpark

Im Geschäftsjahr 2017 wurde bei Inhaus ein Umsatzplus von 3,7 Prozent erzielt.   Klaus hartinger

Im Geschäftsjahr 2017 wurde bei Inhaus ein Umsatzplus von 3,7 Prozent erzielt.   Klaus hartinger

Einrichtung nahe St. Gallen geplant, dafür wird Park in Zürich geschlossen. Investitionen in IT-Bereich sind für Firma zentral.

Von Günther Bitschnau, WPA

Der Heizungsanlagen- und Sanitärbedarfsgroßhändler Inhaus Handels GmbH ordnet seine Geschäftsaktivitäten in der Schweiz neu. Wie Geschäftsführer Robert Küng erklärte, werde Inhaus nicht zuletzt nach den Erfahrungen im Geschäftsjahr 2017 einen neuen Bäderpark im Westen von St. Gallen in Betrieb nehmen. Die „ansprechend technologielastige“ Einrichtung mit drei Mitarbeitern umfasse eine Ausstellungsfläche von 700 Quadratmetern und soll im Oktober eröffnet werden. Bislang hatte Inhaus in St. Gallen nur einen Abholmarkt.

Im Gegenzug werde der Bäderpark in Zürich im Herbst ersatzlos geschlossen, sagte Küng. Die Gründe: Erstens werde der Betrieb mit nur einem Standort im Großraum Zürich nicht wirklich wahrgenommen. Und zweitens würden dem Vorarlberger Unternehmen dort die Kontakte und Verbindungen im notwendigen Ausmaß fehlen, ließ der Inhaus-Geschäftsführer wissen. „Wir werden uns deshalb vor allem auf die nähere und überschaubare Region konzentrieren. Der Fokus liegt hinsichtlich der physischen Präsenz auf der Ostschweiz, auch wenn wir Kunden natürlich weiterhin im ganzen Land versorgen.“

Positive Entwicklung. Insgesamt habe sich der Schweizer Markt – Inhaus kommt auf einen Exportanteil von 30 Prozent – im Vorjahr sehr positiv entwickelt. Der Markt sei stabiler als zuletzt, unter anderem auch wegen der etwas schwächeren Notierung des Schweizer Frankens, meinte Küng.

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte Inhaus mit insgesamt rund 220 Mitarbeitern einen Außenumsatz von 70 Millionen Euro, ein Plus von 3,7 Prozent. Die Ertragssituation bezeichnete der Geschäftsführer als zufriedenstellend positiv. Diese Erträge seien auch wichtig, um die notwendigen Investitionen im Bereich Informationstechnologie und Datenmanagement stemmen zu können. „Früher haben wir einfach Waren verkauft. Aber es reicht nicht mehr, nur einen Wasserhahn zu verkaufen, den man auch woanders bekommt. Jetzt geht es um Daten, die für jeden Kunden, Lieferanten und Planer überall und jederzeit abrufbar sind.“ Diese Daten würden bestenfalls im Rahmen von Visualisierungen etwa einen 3D-Rundgang durch ein Badezimmer erlauben, sagte Küng.

Digitalisierung. Wie der Geschäftsführer berichtete, sind bei Inhaus für 2017 und 2018 Investitionen von mehr als 3,1 Millionen Euro vorgesehen. Davon fließen rund 70 Prozent in den IT-Bereich. Es gehe um Software, IT-Beratung, Datenbanken und diverse Digitalisierungen. Ebenfalls aufgerüstet wurde die damit zusammenhängende Manpower: So habe das Unternehmen vor sieben Jahren noch drei Mitarbeiter im Bereich E-Commerce und IT beschäftigt, jetzt seien es 17. „Das wird weiter zunehmen. Für Inhaus ist das eine finanzielle und personelle Herausforderung.“

Küng ist davon überzeugt, dass im Umgang mit der Digitalisierung die wirkliche Herausforderung für seine Branche liege. „Das ist nicht mehr aufzuhalten, der Konkurrenzkampf der Zukunft spielt sich auch mit großen Anbietern im Internet ab.“ Ein Heizungs- und Sanitärbedarfsgroßhändler müsse die Digitalisierung nach außen ebenso erfolgreich bewerkstelligen wie auch entsprechend kompetente Mitarbeiter finden, die mit diesen Herausforderungen umgehen könnten.

Flexibilisierung. Angesprochen auf die humane Kompetenz und das Thema Arbeitszeitflexibilisierung sagte Küng, dass er die politische Aufregung nicht nachvollziehen könne. Starre Zeitmuster würden längst nicht mehr der Arbeitsrealität in den Betrieben entsprechen. „Wir haben bei Inhaus 45 verschiedene Arbeitszeitmodelle. Es geht den Mitarbeitern heute nicht mehr nur um Geld, sondern auch um mehr flexible Zeiteinteilung. Es gibt ein extremes Bedürfnis nach sehr flexiblen Arbeitszeiten.“ Für viele Jobinteressenten seien solche ein K.o.-Kriterium und würden einen attraktiven Arbeitgeber auszeichnen.

Auch Zwölf-Stunden-Arbeitstage gebe es bei Inhaus in verschiedenen Bereichen bereits. Dafür würden die betroffenen Angestellten dann nur an vier Tagen pro Woche arbeiten. „Die Masse der Mitarbeiter nützt die gegebenen Freiräume positiv für sich und die Firma.“

„Es reicht nicht mehr, nur einen Wasserhahn zu verkaufen, den man auch woanders bekommt. “

Robert Küng, Inhaus-Geschäftsführer

Information

Inhaus Handels GmbH

Inhaus gehört zu jeweils 50 Prozent der Huwa Finanz- und Beteiligungs AG (Schweizer Familie Huber aus dem SFS-Locher-Umfeld) und der Josef Pircher Beteiligungs GmbH in Bregenz. Standorte unterhält der Großhändler in Hohenems, Bregenz, Hard, Dornbirn und Rankweil. Dazu kommt abgesehen von St. Gallen auch noch ein Abholmarkt in Au (CH). Zu den Kunden gehören in erster Linie Installateure. Gegenwärtig baut Inhaus das Service- und Dienstleistungsgeschäft aus. Damit gebe es gerade im Geschäft mit Heizungsanlagen mehr Unabhängigkeit von Lieferanten oder den unterschiedlichen Heizungen.

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