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vorarlberger der woche

Der Mann an der Basstuba

Seit 2015 ist Tubist Dominik Steurer Obmann vom Musikverein Buch.

Seit 2015 ist Tubist Dominik Steurer Obmann vom Musikverein Buch.

Seit 2015 ist Dominik Steurer Obmann vom Musikverein Buch. Der 32-jährige Tubist hält die Truppe von 49 Musikanten beisammen, ist durch und durch ein Freund der Blasmusik und ein regelrechter Vereinsmeier.

Von Danielle Biedebach

Dominik Steurer ist am vergangenen Dienstag die Ruhe selbst. Und das, obwohl es zu jenem Zeitpunkt nur noch 48 Stunden bis zum Start des großen Blasmusik-Events in Buch sind. Auf die Frage, ob es noch etwas gibt, um das er sich sorgt oder was ihn aus der Ruhe bringen könnte, schüttelt er nur den Kopf und grinst. Alles ist auf Schiene. Aber schließlich werkeln er und Dutzende Helfer bereits seit Tagen auf der „Baustelle Festzelt“. Sogar seinen Jahresurlaub hat der 32-Jährige für die Organisation und Umsetzung des 51. Bezirksmusikfests im Bregenzerwald geopfert. Für ihn als Obmann des Musikvereins Buch ist das aber selbstverständlich.

Steurer ist ein „waschechter“ Bucher. Der 32-Jährige ist in der 600-Seelen-Gemeinde auf- und gleichzeitig in den Musikverein hineingewachsen. Man könnte sagen, der Weg war vorgezeichnet. Schon sein Opa war über 50 Jahre Kapellmeister. Vater und Bruder sind auch bei der Musik. „Eigentlich die halbe Verwandtschaft. In Summe wohl sicher 15“, erzählt er. Selbstverständlich war er bei der Militärmusik, nahezu alle seine Freunde sind Musikanten und er selbst spielt in gleich mehreren Kapellen.

Beim Musikverein ist er seit 2000. Seit 2006 ist er Stabsführer und seit 2015 auch noch Obmann. Seine Aufgaben sind Organisation und Koordination. Er ist der erste Ansprechpartner in allen Vereins-Belangen. Wie viel Zeit er mit der Musik verbringt? „Jeden Mittwochabend wird von 20 bis 22 Uhr geprobt. Aber eigentlich komme ich täglich mit der Thematik in Berührung“, sagt er.

Voraussetzungen. Steurer spielt die Basstuba, angefangen hat er allerdings mit Trompete und Flügelhorn. Dann zeigte sich, dass er bes­te Voraussetzungen für einen Tubisten mitbrachte. „Dafür braucht man nämlich volle Lippen“, klärt er auf. Außerdem mangelte es zu dieser Zeit an Musikern, die die Tuba beherrschten. „Mein Opa hat dann ein wenig dazugeschaut, dass ich es lerne.“ Der Bub besuchte daraufhin die Musikschule Bregenzerwald und übte jeden Tag ein wenig. Ein Tubist braucht Puste und auch Kraft, um das Instrument überhaupt zu stemmen. Und dafür bedarf es nun einmal eines regelmäßigen Trainings.

Der Musikverein Buch wurde vor 150 Jahren von zwölf Mitgliedern gegründet. Und ist damit der älteste im Bregenzerwald. „Die haben sich damals wacker geschlagen. Es muss immer einen guten Zusammenhalt gegeben haben, sonst würde der Verein heute so nicht mehr existieren“, vermutet Steurer. Früher war das Musizieren ein Hobby, welches jeder pflegte. Heute müsse er sich als Obmann bemühen und etwas bieten, damit die Musikanten in Buch bleiben. Und so ist es auch Steurers Aufgabe, die Truppe zusammenzuhalten. „Wir machen Ausflüge, besuchen Feste oder machen Dinge abseits der Musik. Etwa Kegeln“, erzählt der Obmann.

Steirische am Plan. Steurer ist durch und durch ein Freund der Blasmusik und ein regelrechter Vereinsmeier. Wenn er von seinem Engagement erzählt, taucht plötzlich Glanz in seinen Augen auf. Er selbst stimmt am liebsten böhmisch-mährische Klänge mit seiner Basstuba an. Also die klassische Blasmusik. „Allerdings braucht es immer zwei, drei Musikanten, die mit einstimmen und mich begleiten. Die Tuba ist kein Instrument für Alleinunterhalter“, bedauert Steurer ein wenig.

Auch deswegen steht wohl auf seiner „To-do-Liste“, die „Steirische“ (Akkordeon) zu lernen. „Da ist man flexibel, kann schnell aus dem Steh­greif eine Melodie anstimmen“, sagt er. Vielleicht wird das was mit der „Steirischen“, wenn er mal nicht mehr Obmann ist und etwas mehr Zeit hat, spekuliert er. Es erweckt allerdings nicht den Anschein, als würde das so bald passieren.

Mit der Blasmusik „Strawanzer“ spielt Steurer übrigens heute um 18.30 Uhr im Festzelt.

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