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Miladin Panic (Restaurant Brandner Hof), Uli Maurer (Hotel Dunza) Boban Jovic (Hotel Sarotla) und Christian Beck (Palüdhütte). Riccarda Loretz

Miladin Panic (Restaurant Brandner Hof), Uli Maurer (Hotel Dunza) Boban Jovic (Hotel Sarotla) und Christian Beck (Palüdhütte). Riccarda Loretz

Gekochtes, Gegrilltes, Vegetarisches, Veganes sowie Köstlichkeiten für Fleisch- oder Fischliebhaber gibt es beim heutigen Genussfestival im Alvierbad in Brand.

Von Danielle Biedebach

Genuss hat viele Facetten. Genuss kann nicht objektiv festgelegt werden. Fest steht jedenfalls, dass diese Freude oder das Wohlbehagen durch unterschiedliche Dinge ausgelöst wird. So gibt es etwa geistige Genüsse wie das Hören von Musik oder das Lesen eines guten Buchs. Es gibt körperliche Genüsse wie etwa eine Massage. Und es gibt kulinarische Genüsse. Solche, die den Geschmackssinn mit flüssigen oder festen Gustostücken anregen.

Wer sich bei Letzterem angesprochen fühlt, sollte sich wohl heute Nachmittag auf den Weg nach Brand begeben. Wo sich sonst Familien tummeln, Menschen nach Abkühlung suchen und Sonnenanbeter ein Plätzchen finden, wird aufgekocht. Zehn Betriebe werden beim ersten Genussfestival im Alvierbad ihre Zelte aufschlagen und den Kochlöffel unter freiem Himmel schwingen. Initiatoren sind die Brandnertaler Köche Uli Maurer, Boban Jovic, Chris­tian Beck und Miladin Panic. Dabei sind die Küchenmeister keine Neulinge in Sachen Genuss-Events. Das Format gibt es schon länger. Neu ist jedoch die Sommerausgabe im Freien.

Warum gerade im Brandnertal dem Thema Genuss verstärk­te Aufmerksamkeit zukommt, bringt Hüttenwirt Christian Beck kurz und knapp auf den Punkt: „Wir essen selber gerne und wollen die Gäste eben dementsprechend verwöhnen.“ Uli Maurer, Chef und Chefkoch im Hotel Dunza in Bürserberg, wird noch etwas präziser. „Lange hat das Thema Kulinarik in der Talschaft geschlummert. Es wurde gut gekocht, aber nach außen getragen wurde das nicht“, erzählt der 56-Jährige. Schließlich kam die Idee auf, sich für Events zusammenzutun und gemeinsam zu kochen. Fünf Köche waren von Anfang an dabei. Und das Konzept kam gut an. Bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen. Das Open-Air-Genussfestival ist nun der neueste kulinarische Streich.

Happen für Happen. Das Alvierbad wird sich also in eine Art Marktplatz verwandeln, Küchenmeister von zehn Betrieben werden in Freiluftküchen Speisen zubereiten. Besucher können sich wie bei einem Street-Food-Festival Häppchen für Häppchen einverleiben. Es werden extra kleine Portionen kredenzt, damit immer noch Platz für einen weiteren Happen bleibt.

Serviert wird etwa „Pulled Trout“. „Das ist das Pendant zum bekannten ‚Pulled Pork‘, also quasi eine verrupfte geräucherte Forelle“, klärt Christian Beck auf. Es wird Tafelspitz geben, und zwar neu interpretiert. „Traditionelles und Regionales in moderner Form“, kündigt Boban Jovic, Küchenchef im Hotel Sarotla in Brand, an. Die Rezepte von damals sind gut, befindet er. Allerdings werde den Gerichten eine gewisse Leichtigkeit und Filigranität verliehen. Auch für Veganer, Vegetarier und Süßspeisenliebhaber wird etwas dabei sein. Dass alles frisch zubereitet wird, mit Zutaten aus der Region – sofern möglich – und saisonal, ist für die Freunde von Lebensmitteln selbstverständlich. Das regionale Angebot lässt es immerhin zu. Beck erinnert an andere Zeiten. An Zeiten, in denen es lediglich zwei Kartoffelsorten im Ländle gab. Heute können die Köche wieder aus dem Vollen schöpfen, was Lebensmittel aus dem Land, aber auch aus dem Brandnertal betrifft.

Rezeptgeheimnis. Vor 20 Jahren etwa, da sind sich die Küchenmeister einig, wären derartige Veranstaltungen nicht denkbar gewesen. Jeder Koch habe im wahrsten Sinne des Wortes „sein eigenes Süppchen“ gekocht. Rezepte wurden streng geheim gehalten und höchstens dem Nachfolger im eigenen Betrieb offenbart. Heute ist das völlig anders. Heute wird kommuniziert, sich ausgetauscht, gemeinsam experimentiert. „Ich gebe meine Rezepte gerne preis“, sagt der 33-jährige Jovic, der Jüngste in der kulinarischen Runde. So entstehen neue Kreationen, die Köche lernen voneinander und immer wieder kommt Neues dazu. Doch ein oder zwei geheime Kniffe hütet dann doch ein jeder, gestehen die Küchenmeister.

Genuss geht weiter. Das heutige Genussfestival ist ein weiterer Termin im kulinarischen Kalender des Brandnertals. Als nächs­tes steht dann der Genussabend „Moderne trifft Tradition“ auf der Rufana Alp am Bürserberg an. Dabei wird ein junges Küchenteam traditionelle Gerichte aus Omas Kochbuch mit modernen Einflüssen vermischen und ein Sechs-Gang-Genuss-Menü kredenzen. Das Genusserlebnis am 20. September wird diesmal in der Palüdhütte über den Pass geschickt.

Genussfestival Brandnertal

Schlemmerei unter freiem Himmel im Alvierbad

Dienstag, 10. Juli 2018

15 Uhr: Kinderprogramm

16 Uhr: Start Genussfestival

17 Uhr: Live-Musik

20 Uhr: After Party mit Cocktails

Gastronomen aus dem Brandnertal kredenzen Köstlichkeiten:
gekocht, gegrillt, vegetarisch, vegan, heimische Gustostücke.

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