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Update für Modulbau „Wohnen500“

„Wohnen500“ in Höchst. Vogewosi

„Wohnen500“ in Höchst. Vogewosi

Vogewosi kämpft mit immer höher werdenden Baukosten. Projekt „Wohnen500“ hat sich bewährt und wird ausgebaut.

Von Danielle Biedebach

Nach wie vor ist die Wohnungs-Nachfrage im Land groß, die Auslastung im Neubau gut und die Tendenz gleichbleibend. Darüber informierten Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz und Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Rümmele am Freitag bei einem Pressegespräch. Präsentiert wurde die Halbjahresbilanz 2018. Bis zum Stichtag am 30. Juni wurde etwa ein Drittel der für 2018 geplanten Wohn-Projekte umgesetzt. „Das hängt mit den Wintermonaten am Anfang des Jahres zusammen. In dieser Zeit kann nicht gebaut werden“, erläuterte Lorenz zum Stand der Dinge. Von daher seien alle Bauvorhaben im Zeitplan.

116 Wohnungen wurden heuer an Mieter übergeben. 163 werden bis Ende des Jahres folgen. Der Schwerpunkt in den errichteten Baukomplexen liegt laut Lorenz vornehmlich auch auf betreutem Wohnen. „Es ist oft der Wunsch der Gemeinde, insbesondere auch für die ältere Generation dementsprechenden Raum zu schaffen“, erläuterte der Geschäftsführer. Von den derzeit 311 im Bau befindlichen Wohnungen würden 135 derart ausgeführt.

Leistbaren Wohnraum zu errichten, wird allerdings laut Verantwortlichen immer mehr zur Herausforderung. „Oft muss die gesetzte Obergrenze von 3000 Euro Kosten pro Quadratmeter nutzbare Wohnfläche überschritten werden“, berichtete Lorenz. Gründe dafür sind die steigenden Grundstückspreise und immer höher werdende Baukosten. Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass der Zenit bald erreicht ist.

„Wohnen500“. Ein Weg, güns­tig Wohnraum zu schaffen, sei nach wie vor das Konzept „Wohnen500“. Vor drei Jahren wurde dieses auf Schiene gebracht und seitdem in drei Gemeinden (Mäder, Feldkirch und Höchst) umgesetzt. Dabei entstehen Baukörper im Modulbausystem mit je zehn Wohnungen, welche alle gleich groß sind (65 Quadratmeter) und unterm Strich nicht mehr als 500 Euro Miete im Monat kosten. Inklusive sämtlicher Betriebskosten. Durch die industrielle Fertigung der Module sind die Errichtungskosten vergleichsweise niedrig und die Bauzeit ist kurz. Mittlerweile würden sich Experten aus Japan und Kanada für das Modulbausystem der Bizauer Firma Kaufmann interessieren.

Nun wurde das Konzept sogar weiterentwickelt. Bisher waren nur Anlagen mit gleichen Wohnungsgrundrissen möglich. Bei „Wohnen500Plus“ können nun Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen errichtet werden. Außerdem werden die Gebäude mit einem Lift ausgestattet und sind damit komplett barrierefrei. Auch eine Unterkellerung ist möglich. Die Verantwortlichen der Vogewosi sind bereits in Gemeinden gepilgert, um den neuen Modulbau vorzustellen. „Zehn Gemeindeoberhäupter bekundeten Interesse. In Schröcken, Lustenau, Hard, Egg und Dornbirn gibt es bereits konkrete Bauvorbereitungen“, informierte Lorenz.

Grundstücke. Insgesamt sind es mittlerweile 54 Vorarlberger Gemeinden, in denen Wohnanlagen der Vogewosi stehen. Jüngst sind die Kommunen Hohenweiler, St. Gerold und Sulz dazugekommen. „Der Schwerpunkt der Neubauten liegt speziell im ländlichen Raum. Von den insgesamt 30 budgetierten Neuanlagen befinden sich nur vier in Städten“, berichtete Rümmele. Vor 20 Jahren sei gemeinnütziger Wohnbau auf dem Land undenkbar gewesen. Doch heute gebe es eine derart gute Infrastruktur, sodass das Konzept auch in Dörfern funktioniere. Mehr noch. „Es ist eine Möglichkeit, die Leute in den kleinen Gemeinden zu halten“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Voraussetzung für jeden Neubau ist natürlich ein geeignetes Grundstück. Und diese sind bekanntlich Mangelware in Vorarlberg. „Bei Wohnungsnachfragen dürfen sich Gemeindeverantwortliche gerne mit dementsprechenden Grundstücksangeboten vertrauensvoll an die Vogewosi wenden“, bat Rümmele um Unterstützung.

Sonderprojekte. Neben gemeinnützigem Wohnbau, welcher den Schwerpunkt darstellt, gibt es übrigens auch Sonderprojekte der Vogewosi. Etwa die Baubetreuung eines Pflegeheims in Bartholomäberg oder die Errichtung eines Kinder- und Bildungscampus in Bludesch. Dabei entstehen Kleinkinderbetreuung, Kindergarten, Schule, Speisesaal, Bücherei, Werkräume sowie Büros für das Lehrpersonal. Alles unter einem Dach.

Information

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Gemeinden haben sich für das neue Konzept „Wohnen500Plus“ entschieden. In Schröcken, Lustenau, Hard, Egg und Dornbirn gibt es schon konkrete Bauvorbereitungen.

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