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Huber baut 120 Arbeitsplätze ab

28.05.2020 • 19:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Für vier Tochterunternehmen der Gruppe wurde ein Sanierungsverfahren beantragt. Hartinger (2)

Krise führte zu Einußen. Vier Tochterunternehmen sollen saniert werden.

Der Wäschehersteller Huber ist in finanziellen Schwierigkeiten und hat am Donnerstag am Landesgericht für vier Gesellschaften der Gruppe die Einleitung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverantwortung beantragt. Betroffen seien davon die Huber Holding AG, die Arula GmbH, die Huber Shop GmbH und die Huber Tricot GmbH, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Weitere Gesellschaften des Konzerns seien nicht betroffen. Der Geschäftsbetrieb in allen Gesellschaften laufe unverändert weiter, die Liquidität sei gesichert.

Gestärkt aus der Krise

Gemeinsam mit den Sanierungsverwaltern sollen nun Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ziel sei es, dass die Gruppe gestärkt aus dem Prozess hervorgehe. Eine andere Überbrückung der aufgrund der von der Corona-Krise verursachten Umsatz- und Liquiditätslücken sei nicht möglich, obwohl sich das Geschäft seit der Wiedereröffnung des Handels positiv entwickelt habe. Dennoch habe man Umsatzein­bußen von 20 Millionen Euro durch die Krise.

Die Gewerkschaft ist mit Land und AMS im Gespräch über die Einrichtung einer Arbeitsstiftung.
Die Gewerkschaft ist mit Land und AMS im Gespräch über die Einrichtung einer Arbeitsstiftung.


Die Mitarbeiter wurden ges­tern informiert. Gewerkschafter Bernhard Heinzle sagte gegenüber der APA, dass 120 Beschäftigte vom Stellenabbau betroffen seien – alle in Vorarlberg. Es sei geplant, eine Arbeitsstiftung einzurichten. Gespräche mit dem Land und dem AMS würden laufen. Die Huber Gruppe beschäftigt insgesamt 900 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon ist in Vorarlberg.