Kommentar

Neue Dynamik im Wahlkampf

22.07.2020 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit dem gemeinsamen Auftritt haben Liste Ritsch, FPÖ und Neos plus eine neue Dynamik in das Rennen um das Amt des Bürgermeisters in der Landeshauptstadt Bregenz gebracht. Damit ein Herausforderer in die Stichwahl kommt, darf Amtsinhaber Markus Linhart im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreichen. Bleibt der Bürgermeister unter 50 Prozent, kommt es zum direkten Duell mit dem zweitstärksten Kandidaten oder der zweitstärksten Kandidatin. Und dann könnte diese Allianz noch von Bedeutung sein.

Hilfe für die Stichwahl

Im Falle eines Einzuges von Michael Ritsch in die Stichwahl kann sich der Sozialdemokrat nämlich der Unterstützung seiner Oppositionskollegen sicher sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese eine Wahlempfehlung pro Ritsch an ihre Wähler aussprechen. Selbst wenn sie das zu diesem Zeitpunkt noch nicht zugeben wollen, da sie auch selbst als Bürgermeisterkandidaten antreten. Noch vor dem ersten Wahlgang eine Wahlempfehlung für einen anderen Kandidaten auszusprechen, käme einem Eingeständnis einer Niederlage gleich, bevor die Schlacht überhaupt geschlagen wurde. Das wäre auch nicht im Sinne von Ritsch. Er braucht die anderen Parteien, damit diese der ÖVP die nötigen Prozente abnehmen, um überhaupt in die Stichwahl zu kommen.