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Kein Widerspruch zum Bahnhofsneubau

06.08.2020 • 05:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Neubau des Bahnhofs hat für Bregenzer Bürgermeister Linhart Priorität.

Bürgermeister Markus Linhart sprach sich in der Vergangenheit immer wieder für den Neubau des Bahnhofs aus. Die Opposition argumentierte, mit den derzeitigen Plänen für den Neubau sei eine Unterflurtrasse oder eine Verlegung der Bahn in den Pfänderstock vom Tisch. Dem widerspricht Linhart vehement und macht auf die langwierige Umsetzung einer Verlegung der Gleise aufmerksam.

„Die Bahnhofsfrage von dieser Entwicklung abhängig zu machen, wäre sträflich. Der Bahnhof ist nun 30 Jahre alt und gehört dringend neu gebaut. Eine Verlegung der Bahngleise ist aber keine Frage von Jahren, sondern eher von Jahrzehnten“, erklärt der Bürgermeister. Mit anderen Worten: Bis eine Verlegung der Bahn in die Umsetzung kommt, wäre auch der neue Bahnhof in die Jahre gekommen und bräuchte ohnehin wieder eine Generalüberholung, wenn nicht sogar einen Neubau.

Kein schöner Anblick. <span class="copyright">Hartinger</span>
Kein schöner Anblick. Hartinger

Pfänderstock-Variante

Außerdem sieht Linhart selbst eine Führung durch den Pfänderstock von Wolfurt aus als realistischere Variante. Eine Unterflurlösung unter der Stadt wäre seiner Meinung nach nur schwer realisierbar.

„Ich bin kein Bahnexperte, aber mein technischer Hausverstand sagt mir, dass es einfacher wäre, einen Tunnel durch den Pfänder zu bauen als eine Unterflurtrasse durch die Stadt. Schon allein wegen der Bodenbeschaffenheit am See“, erklärt der Bürgermeister. Eine Rampe durch die Stadt würde einen großen Graben durch das dichtbesiedelte Vorkloster bedeuten. Eine Verlegung dieser Rampe nach Wolfurt oder Lauterach würde das Problem laut Linhart nicht lösen, sondern nur in die anderen Gemeinden verlagern.

Der "hässlichste Bahnhof Österreichs". <span class="copyright">Hartinger</span>
Der "hässlichste Bahnhof Österreichs". Hartinger

Bahnhof behalten

Bei einer Variante von Wolfurt aus durch den Pfänder warnt Linhart aber vor dem Verlust der Bedeutung des Bregenzer Verkehrsknotenpunktes. „Wir müssten alles unternehmen, um den Bahnhofsstandort Bregenz halten zu können und damit dieser Verkehrsknotenpunkt nicht nach Wolfurt abwandert.“