Lokal

Dornbirn: SPÖ will ihre Stärke halten

03.09.2020 • 18:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominik Steinwidder, Severin Engel, Markus Fäßler und Banu Sevgi. <span class="copyright">Biedebach</span>
Dominik Steinwidder, Severin Engel, Markus Fäßler und Banu Sevgi. Biedebach

Dornbirner SPÖ zeigt sich motiviert und will zweitstärkste Kraft bleiben.

Die Wahlziele sind gesteckt: „Wir wollen die zweitstärkste Kraft in Dornbirn bleiben, wieder 20 Prozent erreichen und die absolute Mehrheit der ÖVP verhindern“, brachte es Dornbirns SPÖ-Stadtrat und Spitzenkandidat Markus Fäßler am Donnerstag bei einem Pressetermin auf den Punkt.

Der Nachfolger von Langzeit-Stadtrat Gebhard Greber ist zuversichtlich. Schließlich habe man in den vergangenen 20 Jahren mit rund 20 Prozent als Ergebnis immer einen Erfolg erzielen können. Und durch den Mehrheitsverlust der ÖVP habe sich die Zusammenarbeit unter den Fraktionen wesentlich verbessert. So soll es bleiben, wenn es nach Fäßler geht.

Arena Höchsterstraße

Der Ort des Pressegesprächs – die Arena Höchsterstraße – war nicht zufällig von den Sozialdemokraten gewählt. Ein Gesamtprojekt für das Areal steht nämlich an erster Stelle auf der To-do-Liste. Eislauffläche, Jugendzentrum, Trendsporthalle und eine neue Polytechnische Schule sollen hier besser heute als morgen entstehen. „Die jetzige Situation der Polytechnischen Schule mit zwei Standorten in der Lustenauerstraße und der ehemaligen Stadthalle ist unbefriedigend“, meinte Fäßler.

Vorhaben wackelt

Eine zweite Eislauffläche betrachtet er als notwendige kostengünstige Alternative zum teuren Wintersport Skifahren. Nicht jede Familie könne sich das leisten. Und auch für das abbruchreife Jugendzentrum müsse dringend Ersatz her. Mit der Umsetzung des Projekts könnte alles unter einen Hut gebracht werden. Doch Fäßler bezweifelt langsam aber sicher die Umsetzung. „Die ÖVP verzögert das Vorhaben immer weiter heraus. Sollte die Dornbirner Volkspartei die absolute Mehrheit bekommen, fürchte ich, dass das Vorhaben nicht verwirklicht wird“, sagte der Stadtrat.

Bürgerbeteiligung

Kritik gab es auch zu anderen Bereichen der jetzigen Stadtpolitik. In Dornbirn gebe es zu wenig bezahlbaren Wohnraum, der Ausbau von Sportstätten gehe nur schleppend voran, die Sanierung mehrerer Schulen sei um Jahre verschoben worden und es herrsche Stillstand bei der Zentrumsgestaltung im Rohrbach und im Hatlerdorf.

Bezüglich dessen vermissen die Sozialdemokraten Bürgerbeteiligung, beziehungsweise die Umsetzung der Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungen. „Bereits 2015 und 2016 wurde ein gemeinschaftliches Konzept für das Rose-Areal im Hatlerdorf entwickelt. Bis heute ist nichts umgesetzt“, bemängelte Dominik Steinwidder. Er ist seit 2020 Stadtvertreter und auf Listenplatz Nummer drei. Neben besagter „Bürgerbeteiligung“ zählen „umsichtige Stadtplanung“, „Sportvereine und die Förderung von Jugendlichen“ zu seinen Schwerpunkten.

50 Prozent Frauen

uf der Lis­te der SPÖ befinden sich 72 Dornbirner aus allen Stadtteilen, verschiedenen Berufen mit unterschiedlichen Wurzeln. 50 Prozent davon sind Frauen. So wie Banu Sevgi auf Listenplatz Nummer vier. Die Kanzleileiterin am Bezirksgericht beschäftigt sich mit den politischen Schwerpunkten „Interkulturelles Zusammenleben“ und „Leistbares Wohnen“.

“Es braucht eine Förderung für den Austausch der Kulturen. Das Fest der Kulturen sollte als Traditionsveranstaltung etabliert werden“, sagte Sevgi. Des Weiteren verwies sie auf die Wichtigkeit von Sprachförderung. Im Bezug auf leistbares Wohnen sprach sie sich dafür aus, dass die Wohnungsvergabe in städtischer Hand bleiben müsse.

Kinderbetreuung

Severin Engel (Listenplatz zwei) ist seit 2015 Stadtvertreterin. Die Schwerpunkte der Bürokauffrau sind „Schulen und Kindergärten erweitern“ sowie „Mobilität ausbauen“. Ihre Ziele sind eine Kostenreduktion bei der Ferienbetreuung um 50 Prozent und längere Öffnungszeiten in der Kinderbetreuung (7 bis 19 Uhr).

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.