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Wenn der Akku Feuer fängt

12.09.2020 • 21:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gerät ein Akku in Brand, bleibt meist nicht viel vom Fahrzeug übrig. <span class="copyright">apa</span>
Gerät ein Akku in Brand, bleibt meist nicht viel vom Fahrzeug übrig. apa

Mit erhöhtem Einsatz von Akkumulatoren steigt das Risiko eines Brandes.

Die Feuerwehr ist vorbereitet, weiß Wolfgang Burtscher, Leiter des Feuerwehrausbildungszentrums.

Gibt es einen speziellen Alarm für „brennendes E-Auto“?
Wolfgang Burtscher: Die Einsatzmeldung beinhaltet in der Regel das Stichwort Fahrzeugbrand. Je nachdem was der Notrufmelder schildert, wird das Stichwort E-Auto in die Alarmmeldung eingebaut.

Welche Gefahr geht von brennenden Akkumulatoren aus?
Burtscher:
Beim Brand entsteht neben Hitze auch Brandrauch. Dieser beinhaltet Atemgifte.

Sind die Gefahren größer als bei „herkömmlichen“ Autos?
Burtscher:
Ein brennender Akku ist ein Problem. Durch die Bauweise ist in vielen Fällen eine direkte Aufbringung des Löschmittels nicht möglich. Daher sind solche Einsätze vielfach langwierig.

Können Akkus überhaupt gelöscht werden?
Burtscher:
Die Kettenreaktion im Akkumulator kann nur schwer unterbunden werden. Es gilt, eine bestmögliche Kühlung zu organisieren.

Gibt es dafür spezielle Gerätschaften?
Burtscher:
Als Hauptlöschmittel kommt sehr viel Wasser zum Einsatz. Der Wasserbedarf liegt höher als bei einem normalen Fahrzeugbrand. Weiters können Löschmittel wie trockener Sand oder Zement bei kleineren Akkumulatoren zum Einsatz kommen.

Musste die hiesige Feuerwehr zu Einsätzen wegen brennender Akkus ausrücken?
Burtscher:
Ein direkter Brand eines Akkumulators in einem Fahrzeug ist mir nicht bekannt. Kleinere Einsatzereignisse gibt es immer wieder mit Endgeräten wie Smartphones. Zumal diese Technik schon fast überall vom Spielzeug bis zum elektrischen Werkzeug verbaut ist.

Werden die Einsatzkräfte zur Thematik speziell weitergebildet?
Burtscher:
Die Feuerwehrmitglieder werden seit mehreren Jahren für die Thematik E-Auto ausgebildet. Sie können Gefahren erkennen und wenden geeignete Schutzmaßnahmen für die Einsatzabarbeitung an. Neben der generellen Situationserfassung werden die Einsatzkräfte in der speziellen Löschtechnik ausgebildet.

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