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Triumphzug von Kresser in Hörbranz

13.09.2020 • 21:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Andreas Kessler sicherte sich bei seiner Premiere das Bürgermeisteramt in Hörbranz. <span class="copyright">sams</span>
Andreas Kessler sicherte sich bei seiner Premiere das Bürgermeisteramt in Hörbranz. sams

Andreas Kresser ist neuer Bürgermeister in Hörbranz.

Für ein klares Signal sorgte die Wählergemeinschaft in Hörbranz. Die Bewohner haben sich für einen neuen Bürgermeister in der größten Leiblachtalgemeinde entschlossen. Gleich bei seinem ersten Antritt sicherte sich Andreas Kresser von „Top – Transparent.Offen.Parteiunabhängig“ die absolute Mehrheit. Das bisherige Gemeindeoberhaupt Karl Hehle muss damit nach zwei Stichwahlen zuletzt den Hut nehmen.
Der 35-jährige Kresser erreichte bei der Bürgermeisterdirektwahl 54,6 Prozent der Wählerschaft und zeigte sich von dem deutlichen Ergebnis selbst überwältigt: „Wir sind mit hohen Zielen an den Start gegangen, aber davon sind wir alle überrascht. Wir haben mit einer Stichwahl gerechnet und uns zehn bis zwölf Sitze ausgemalt. Geworden sind es 15.“ Und eben das Bürgermeisteramt gleich im ersten Wahlgang. Auf seine Liste entfielen 55,6 Prozent.

Nach zwei erfolgreichen Stichwahlen in Serie muss sich Karl Hehle von seinem Bürgermeisteramt verabschieden. <span class="copyright">Mauche</span>
Nach zwei erfolgreichen Stichwahlen in Serie muss sich Karl Hehle von seinem Bürgermeisteramt verabschieden. Mauche

ÖVP und FPÖ verlieren

Deutliche Verluste musste der bisherige Amtsinhaber und ebenfalls seine Volkspartei hinnehmen. In der Direktwahl erreichte Hehle 29,2 Prozent, nachdem es 2015 noch für 43 Prozent reichte. Damals, wie auch bereits 2010, setzte er sich erst in der Stichwahl durch. Die Liste Hörbranzer Volkspartei und Parteifreie rutschte von 39 auf 25,3 Prozent ab. Bei der Mandatsverteilung bedeutet ­dies ein Verlust von vier Sitzen auf nunmehr sieben.
Zwar verzeichnete auch das Team Hörbranz Einbußen, die Enttäuschung bei Bürgermeis­terkandidat Günther Leithe (FPÖ) hielt sich dennoch in Grenzen. „Das erste Ziel war ein neuer Bürgermeister und das ist erreicht. Jetzt können wir mehr bewirken als mit dem alten Bürgermeister. Das zweite Ziel, das Halten der Mandate, haben wir nicht erreicht“, erklärte Leithe und fügte an: „Wir sind der zweite Verlierer.“ Von 27,3 Prozent und sieben Mandaten vor fünf Jahren ging es auf 10,9 Prozent und drei Sitze hinunter. Bei der Direktwahl erhielt Leithe 11,1 Prozent, nachdem er 2015 noch nicht angetreten war.

Günther Leithe (FPÖ) musste starke Verluste hinnehmen. <span class="copyright">sams</span>
Günther Leithe (FPÖ) musste starke Verluste hinnehmen. sams

Mandat gehalten

Die Neos Hörbranz und Parteifreie erreichten 4,2 Prozent der Wählerschaft. Dies bedeutet einen leichten Zugewinn, denn 2015 waren es noch 3,7 Prozent. Es bleibt allerdings bei einem Mandat. „Wir sind zufrieden, da wir unser Mandat gehalten haben. Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit. Es gibt sicherlich Überschneidungspunkte“, erklärte Dominik Greißing. Bei der Bürgermeisterdirektwahl stimmten 5,1 Prozent für ihn. In die Gemeindevertretung hat es auch HaK Hörbranz geschafft. Die neue Liste, welche ohne Bürgermeisterkandidat angetreten war, erhielt vier Prozent der Stimmen und damit ein Mandat. Die Sozialdemokraten, welche bei den vergangenen Wahlen noch 8,8 Prozent erreichten, waren in diesem Jahr nicht angetreten.

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