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Sieben-Tage-Inzidenz unter 50

29.09.2020 • 20:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Markus Wallner ruft zum gemeinsamen Kampf auf.<span class="copyright"> Klaus Hartinger</span>
Markus Wallner ruft zum gemeinsamen Kampf auf. Klaus Hartinger

Coronavirus-Neuinfektionen stabil auf hohem Niveau.

Derzeit macht es den Eindruck, als würden die Covid-Infektionszahlen stabil sein. Das ist laut Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)korrekt. „Nachdem es einen starken Anstieg gab sind wir laut Experten auf einem Plateau. Es sind zumindest keine ruckartigen Bewegungen nach oben ersichtlich“, meinte Wallner gestern bei einem Pressegespräch.

Dem Ziel etwas näher

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt unter 50. Sie gibt an, wie viele Personen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Virus angesteckt haben. Werte über 50 hatten die Reisewarnung von Deutschland ausgelöst. „Das heißt wir kommen dem Ziel wieder einen Schritt näher“, meinte Wallner. Allerdings muss der Wert deutlich und nachhaltig – zwei bis drei Wochen – kontinuierlich unter 50 liegen, um von der Einstufung wegzukommen. Die Reisewarnung habe nicht nur touristische Auswirkungen, sondern behindere jeden in irgendeiner Form.

Gemeinsames Kämpfen

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen seien bekannt, sie einzuhalten nicht immer leicht, meinte Wallner. Viele hätten kein Verständnis. Dennoch bat er einmal mehr darum mitzuhelfen. „Wir brauchen im Land ein gemeinsames Kämpfen gegen Corona. Es hilft wenig, wenn einige Leute dagegen tun“, lautete sein Appell. Er stellte in Aussicht, dass die Lage in zwei bis drei Wochen schon wesentlich besser sein könnte als heute.

Die Statistik der vergangenen Tage weist mehr Genesene als Neuinfektionen aus. Das sei eine gute Nachricht. „Wir sind die Cluster am abarbeiten. Dennoch sind die täglichen Neuinfektionen insgesamt noch zu viele“, betonte der Landeshauptmann.

Verordnung in Kraft

Mittlerweile ist auch die neue Landesverordnung zur Durchführung von Veranstaltungen sowie zur Sperrstunde um 22 Uhr in Kraft getreten. Zur letzteren gibt es nun eine kleine Ausnahme. Personen, die in Beherbergungsbetrieben übernachten, können künftig auch nach 22 Uhr im Restaurant im Haus verweilen und konsumieren.

ÖGB übt Kritik an Sperrstunde

Der ÖGB Vorarlberg hat sich am Dienstag gegen die Sperrstundenregelung gewandt. Das sei undurchdacht und für viele Betriebe „ein weiterer Sarg­nagel“, kritisierte ÖGB-Chef Reinhard Stemmer. Die Vorverlegung der Sperrstunde werde das Problem nicht lösen, stattdessen werde wirtschaftlicher Schaden angerichtet. Feierwütige würden andere Möglichkeiten finden, um sich zu treffen, während eine gesamte Branche die Unvernünftigkeit von wenigen auszubaden habe.

Wie für die Hotellerie müsse auch für den Rest der Branche eine Lösung gefunden werden.

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