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Bregenz: Stadträte und Ressorts sind fixiert

06.10.2020 • 18:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eveline Miessgang, Annette Fritsch, Bürgermeister Michael Ritsch und Robert Pockenauer (v.l.).<span class="copyright">Team Ritsch</span>
Eveline Miessgang, Annette Fritsch, Bürgermeister Michael Ritsch und Robert Pockenauer (v.l.).Team Ritsch

Ritsch mit ÖVP und Grünen über Verteilung der Stadtratsressorts einig.

In Bregenz haben sich die Parteien auf die Verteilung der Ressorts und die jeweiligen Stadträte geeinigt. Für das Team Bregenz werden Michael Ritsch (Bürgermeister), Annette Fritsch, Eveline Miessgang und Robert Pockenauer im Stadtrat vertreten sein. Die ÖVP schickt Veronika Marte, die sich auch zur Wahl der Vizebürgermeisterin stellt, Florian Reiner, Michael Felder und Michael Rauth ins Rennen. Letzterer ist 67 Jahre alt, im Vorfeld wurde spekuliert, dass er aufgrund seines Alters nicht mehr nominiert wird. Nun wird Rauth aber auf jeden Fall als Stadtrat tätig werden, eine Ablöse noch während der Legislaturperiode ist nicht auszuschließen. „Das behalten wir uns vor, aber natürlich immer in Absprache mit Michael Rauth“, erklärt Marte.

Florian Reiner, Veronika Marte, Michael Rauth und Michael Felder (v.l.).<span class="copyright">Bregenzer Volkspartei</span>
Florian Reiner, Veronika Marte, Michael Rauth und Michael Felder (v.l.).Bregenzer Volkspartei

Die 38-Jährige ist zwar Kandidatin für das Amt der Vizebürgermeisterin, Chefin der Stadtpartei ist sie aber nicht. „Das ist immer noch Markus Linhart. Wir haben unser Team für den Stadtrat festgelegt, alle weiteren personellen Agenden sind noch nicht festgelegt“, lässt Marte wissen. Somit ist es auch nicht fixiert, dass sie als Spitzenkandidatin die ÖVP in die nächste Wahl führen wird.
Die Grünen berufen Sandra Schoch und Heribert Hehle in den Stadtrat. Schoch, die zuletzt auch das Amt der Vizebürgermeisterin innehatte, wird sich erneut zur Wahl stellen.

Zuteilung der Ressorts

In den Sondierungsgesprächen wurden auch die einzelnen Ressorts der Stadträte zugeteilt. Ritsch wird für Finanzen, ­Personal und Vereine (Ehrenamt) verantwortlich sein. Fritsch bekommt Soziales, Gesundheit, Senioren und Heime sowie Wohnungs­angelegenheiten. Pockenauer ist für Bau, Stadtentwicklung und Mobilität verantwortlich und Miessgang vereint Familie, Kinder, Schule und Bildung in ihrem Ressort.
Die ÖVP bekam Kultur mit Musikschule, Denkmalpflege und dem Stadtarchiv (Rauth) sowie die Agenden der Jugend, Internationale Angelegenheiten und Städtepartnerschaft (Marte) zugesprochen. Wirtschaft samt Tourismus, Digitalisierung und Liegenschaften wird Reiner übernehmen und Felder kümmert sich um Sport.

Heribert Hehle und Sandra Schoch von den Grünen.<span class="copyright"> Grüne Bregenz</span>
Heribert Hehle und Sandra Schoch von den Grünen. Grüne Bregenz

Zukunftsweisend

Bei den Grünen ist Schoch für Integration, Frauen, Gleichbehandlung und LGBTIQ zuständig. Hehle kümmert sich als Stadtrat um Umwelt, Klimaschutz, Ener­gie sowie Land- und Forstwirtschaft. „Natürlich hätten wir auch gerne Stadtplanung und Mobilität bei uns gehabt, aber das ist auch nachvollziehbar, dass die SPÖ das möchte. Die Verteilung ist für uns in Ordnung, zumal wir zukunftsweisende Ressorts haben, wie zum Beispiel Klimaschutz und Integration. Gleichzeitig ist es sehr wichtig, dass LGBTIQ als eigene Ressortzuständigkeit geführt wird“, erklärt Schoch.
Die Stadträte können laut Ritsch über das Personal in ihren Ressorts selbst entscheiden. Die konstituierende Sitzung wurde für Montag, den 19. Oktober festgelegt.