Lokal

Getestet wird nun in Messehalle 11

17.11.2020 • 19:22 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
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Roland Paulitsch

Getestet wird nun indoor – das soll die Arbeitsbedingungen verbessern.

Drei Gründe gib es laut Verantwortlichen, warum die Teststraße im Röthner Frutzpark geschlossen und das Testcenter im Dornbirner Messequartier geöffnet wurde. Die Ausweitung der Kapazitäten, die Ausweitungen des Angebots (PCR- und Schnelltests) und der Umstand, dass die Mitarbeiter nicht mehr draußen in der Kälte stehen müssen. „Damit können wir Krankenstände vermeiden“, ergänzte Julian Spiegel. Bei einem Lokalaugenschein erläuterte der Leiter der stationären Probeentnahmestelle sämtliche Abläufe.

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Roland Paulitsch (23)

Positiv beurteile er, dass man die Infrastruktur quasi noch einmal aufbauen und alle bisherigen Erfahrungen einfließen lassen konnte. Das habe für eine wesentlich höhere Effizienz gesorgt. Spiegel ist froh, dass die gleichzeitige Schließung und Öffnung so reibungslos vonstatten ging – und das ohne die Testungen zu unterbrechen.

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher, Landeshauptmann Markus Wallner und Julian Spiegel,  Leiter der stationären Probeentnahemstelle.<span class="copyright">Roland Paulitsch (2)</span>
Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher, Landeshauptmann Markus Wallner und Julian Spiegel, Leiter der stationären Probeentnahemstelle.Roland Paulitsch (2)

Indoor-Testungen

Der wesentliche Unterschied zum Röthner Frutzpark liegt darin, dass die Proben nicht mehr aus dem Auto heraus entnommen werden, sondern im Gebäude. Zwei Testbereiche verortet die Messehalle 11. Jenen für die Antigentests (Schnelltest) der Kontaktpersonen der Kategorie 1 und jenen für PCR-Testungen bei Screenings und Covid-Verdacht. Separiert sind diese durch Trennwände.

Neu: 50 Plätze wurden für die schnellen Antigentests für Kontaktpersonen der Kategorie 1 geschaffen. <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Neu: 50 Plätze wurden für die schnellen Antigentests für Kontaktpersonen der Kategorie 1 geschaffen. Roland Paulitsch

Antigenteststraße

Wer zum Schnelltest kommt, wird einem von 50 Plätzen zugewiesen. Auf den Bänken der Teststraße sind eineinhalb Meter Sicherheitsabstand zum Nachbarn vorgesehen. Um sicherzugehen, dass der Antigentest auch funktioniert, muss die Testperson nach dem Test fünf Minuten auf dem Sitzplatz verweilen. Dann wird sie wieder nach draußen entlassen. Nach 15 Minuten wird das Ergebnis digital zugestellt – meist gleich aufs Handy samt Verhaltenskodex. „Die rasche Abwicklung ist möglich, da Tests ausgewertet und ins System getippt werden“, erläutert Spiegel. Überhaupt ist die Arbeit im Testzentrum ohne die Mitarbeiter vom Roten Kreuz nicht zu bewältigen. Das betont auch Landeshauptmann Markus Wallner, der ebenfalls beim Lokalaugenschein dabei war.

Zum PCR-Test werden die Testpersonen durch Schleusen geleitet. Gut 1200 Tests täglich sind so möglich. <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Zum PCR-Test werden die Testpersonen durch Schleusen geleitet. Gut 1200 Tests täglich sind so möglich. Roland Paulitsch

PCR-Test-Schleuse

Der Bereich für die PCR-Tests ist grundsätzlich infrastrukturell anders aufgebaut. Dort werden die Testpersonen dem Namen nach alphabetisch geordnet durch eine Art Schleuse geleitet. Am Anfang erhält jeder das Test-Besteck. In der Schleuse hält man vor einer Scheibe, ein Mitarbeiter steckt seine durch Handschuhe geschützten Hände durch zwei Öffnungen, nimmt das Besteck entgegen und macht den Abstrich in Rachen und Nase. Das Röhrchen wird eingetütet am Ende der Schleuse abgegeben und geht seinen Weg ins Labor. Das Testprocedere an sich dauert also kürzer als jenes in der Antigenstraße, da es keine Wartezeit gibt. Die täglichen Test-Kapazitäten liegen derzeit bei 1200 (PCR) und 500 (Antigen).

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Neben den Testbereichen wurden auch Büros und weitere Arbeitsbereiche geschaffen. Über 70 Mitarbeiter sind nun in zwei Teams im Messeareal tätig. Weitere 20 arbeiten als mobile Einheit. Letztere kommen zu jenen Personen nach Hause, die nicht fahrtüchtig sind.

Der Antigentest wird nach 15 Minuten digital übermittelt. Der PCR-Test wird ins Labor geschickt. <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Der Antigentest wird nach 15 Minuten digital übermittelt. Der PCR-Test wird ins Labor geschickt. Roland Paulitsch

Keine spontane Tests

Eine Probeentnahme im Testzentrum setzt nach wie vor eine Anmeldung voraus. Spontan vorbeikommen, das geht nicht. „Kontaktieren Sie zunächst die 1450 und warten Sie auf die Anweisungen des Infektionsteams“, gab Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher bei der Besichtigung mit auf den Weg. Sie ist für die Organisation verantwortlich. Darunter fällt auch das Notversorgungszentrum in Messehalle 9. Dieses befindet sich im Wiederaufbau und sollte in den nächsten Tage fertiggestellt sein. Die dort entstehenden 200 Betten sind für Covid-Patienten vorgesehen, die zwar spitalspflichtig sind, aber keine sonstigen Nebenerkrankungen haben.

Im Wiederaufbau: Das Notversorgungszentrum. <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Im Wiederaufbau: Das Notversorgungszentrum. Roland Paulitsch

Auch wenn es den Eindruck macht, dass die Zahlen rückläufig sind, so gab Landeshauptmann Markus Wallner keine Entwarnung bezüglich des Infektionsgeschehens. „Wir können noch nicht von einem nachhaltigen Trend sprechen“, meinte er.

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