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Schnitzel, Teilchen, Treibhausgase

10.12.2020 • 19:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit 7. Dezember ist die inatura wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. <span class="copyright">Inatura</span>
Seit 7. Dezember ist die inatura wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Inatura

Zusammenhänge rund um die Erderwärmung präsentiert die inatura.

Die wegen des weiten Lockdowns zunächst verschobene und nunmehr zugängliche Sonderausstellung der inatura Dornbirn beschäftigt sich mit einem Thema, das seit Beginn der Corona-Krise etwas ins Hintertreffen geraten ist: dem Klimawandel. Gestern wurde die Schau mit dem Titel „Klimawissen – Frisch serviert“ eröffnet. Warum das Thema der Klimakrise die Welt auch in Zeiten von Corona nicht los lässt, darüber informierte das Haus gestern unter anderem in einer Presseaussendung.

Basiswissen

Warum erwärmt sich die Erde? Was macht ein Gas zum Treibhausgas? Wo liegt der Unterschied zwischen Wetter und Klima? Um Antworten auf diese Fragen geben zu können und die Zusammenhänge dann auch richtig erklären zu können, braucht es ein gewisses Basiswissen. Und genau um dieses Basiswessen geht es in der Sonderausstellung. Wie die beiden Kuratoren Beat Grabherr und Mathias Gort erklären, werden Prinzip, Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung thematisiert und mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft aufgezeigt. Für das Verständnis brauche es Erkenntnisse aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie etwa der Physik, der Chemie, der Biologie, aber auch der Geologie, Geografie und nicht zuletzt der Geschichte. „Wir versuchen, die wesentlichen Erkenntnisse so zu vernetzen, dass die vermeintlich anspruchsvolle Kost mit Hilfe von Experimenten und interaktiven Stationen leicht verdaulich wird“, heißt es im Pressetext zur Ausstellung. „Es geht darum, dieses Wissen wirklich in unsere Genetik einzubauen. Denn eines liegt ganz klar auf der Hand. Unser Verhalten von heute wird für unsere Gesellschaft schlichtweg zu teuer und in weiterer Folge zu ungerecht, um ein gutes Leben führen zu können“, sagt Ruth Swoboda, Naturwissenschaftliche Direktorin der inatura.

Keine Panikmache

In der Ausstellung werde nicht mit dem erhobenen Zeigefinger oder Panikmache gearbeitet. Stattdessen werden die Besucher eingeladen, an vier großen Tischen Platz zu nehmen und sich mit Wissen „zu stärken“. Als „besondere Überraschung“ der neuen Ausstellung zeichnen die Ausstellungsmacher den Umstand, dass die Besucher an jedem Tisch persönlich bedient werden und die Zusammenhänge zwischen Teilchen, Treib­hausgasen und Erderwärmung „in leicht verdaulichen Happen“ serviert bekommen. Zudem gibt es Spiele, anschauliche Beispiele und jede Menge Fakten.