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Skigebiete starten in die Saison

22.12.2020 • 20:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Skigebiete starten zwischen 24. und 26. Dezember in die Wintersaison. <span class="copyright">AFP</span>
Skigebiete starten zwischen 24. und 26. Dezember in die Wintersaison. AFP

FFP2-Masken in Gondeln und überdachten Anstehbereichen. Winterkodex-Ranger überwachen Regeln.

Seit gestern Nachmittag ist es fix: Zwischen 24. und 26. Dezember starten – sofern es die Schneesituation zulässt – sämtliche Skigebiete in Vorarlberg (außer Kleinwalsertal) in die Wintersaison. Wie berichtet hatte es zuletzt Unmut darüber gegeben, dass in den Gondeln und abgedeckten Zugangsbereichen FFP2-Masken getragen werden müssen. In Lech hieß es zeitweise sogar, dass man überhaupt erst am 18. Jänner in Betrieb gehen werde.

Die wichtigsten Punkte der Verordnung

Die Basis für die Öffnung mit eingeschränktem Angebot bildet die Verordnung, die gestern – nach tagelangen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern – beschlossen wurde. Demnach gilt die – von einzelnen Experten als verfassungswidrig bezeichnete – Tragepflicht von FFP2-Schutzmasken für Skifahrer grundsätzlich in Gondeln, auf abdeckbaren Sesselliften und in geschlossenen Zugangsbereichen. Ausgenommen von der Tragepflicht sind Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren. Sie brauchen lediglich einen herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz. Unter-Sechsjährige sind überhaupt von der Maskenpflicht ausgenommen. Auch Schlepplift-Nutzer fallen nun nicht in den Bereich der FFP2-Tragepflicht. Gondeln und abdeckbare Sessellifte dürfen nur halb befüllt werden, außer es handelt sich um Skifahrer aus einem Haushalt. Take-away-Verpflegung soll laut Entwurf der Länder nur in Gaststätten erlaubt sein, die mit dem Auto erreichbar sind (also nicht auf Berghütten). Andreas Gapp, Obmann der Vorarlberger Seilbahnen in der Wirtschaftskammer freut sich, dass die Rahmenbedingungen nun endlich klar sind „Da auch der Schnee kommt steht den wohl besten Skiwochen für die Einheimischen nichts mehr im Wege.“ Die Liftbetreiber werden laut Gapp „selbstverständlich ganz genau“ darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. „Wir sind uns bewusst, dass die Welt auf uns schaut.“

Winterkodex-Ranger


So wurde unter anderem vereinbart, dass die Seilbahnbetriebe zusätzliche Mitarbeiter einsetzen, die neuralgischen Punkten wie etwa in Anstehbereichen die Einhaltung der Abstandsregeln und die Maskenpflicht überwachen. Landesrat Christian Gantner nennt sie „Winterkodex-Ranger“ und verweist auf das gleichnamige Sicherheitskonzept, mit dem sich das Land und die Seilbahnbetriebe seit Monaten auf die Wintersaison vorbereiten würden. Die darin enthaltenen Vorgaben seien nicht nur landesweit einheitlich, sondern gingen zum Teil auch über die bundesgesetzlichen Regelungen hinaus. „So unterstützt das Land die heimischen Touristiker bei der Umsetzung der Winterkodex-Maßnahmen und übernimmt unter anderem die Kosten für die Testung aller Mitarbeiter von Seilbahnbetrieben unmittelbar vor dem Saisonstart“ erklärt Gantner. Für den Einsatz der Corona-Wächter, die ab 24. Dezember die Warteschlangen vor den Liften im Auge behalten sollen, hat Gantner finanzielle Unterstützung seitens des Landes zugesagt. Dass die Seilbahnbetriebe trotz der erschwerten Auflagen in Betrieb gehen, bezeichnet er als „wichtiges Signal“.

Öffnungstermine

Wann welches Skigebiet öffnen wird, ist noch nicht klar. Fix sei nur, dass Lech, Oberlech und Zürs erst am 26. Dezember in Betrieb gehen, informiert Gapp. Der Seilbahn-Sprecher geht davon aus, dass der Großteil der Skigebiete am 24. Dezember öffnen wird.

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