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Impfstraße in Dornbirn in Betrieb genommen

08.01.2021 • 20:25 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
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Rund 3000 Impfungen gegen Covid-19 sollen an diesem Wochende durchgeführt werden.


Es ist ein Wettlauf gegen und mit der Zeit, jetzt vernünftig in diese Impfstrategie hineinzufinden“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner bei der Eröffnung der neuen Impfstraße in der Messehalle Dornbirn. Der Wettlauf dürfte aber schon einmal gut gestartet sein. Aus den ursprünglich veranschlagten 4000 Dosen, die dieses Wochenende schnellstmöglich an Gesundheitspersonal verimpft werden sollte, wurden 6000. Lagern will man diesen aber nicht. „Wir warten nicht, wir impfen“, zeigt sich Wallner entschlossen, schnellstmöglich eine großflächige Immunisierung der Bevölkerung gegen Covid-19 zu ermöglichen und damit dem Ende der Pandemie entgegenzusteuern. „Der Bund soll seine Aufgabenstellung der Beschaffung nachkommen, wir kümmern uns um die Verteilung vor Ort“, bekräftigt der Landeshauptmann.

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Seit gestern 16 Uhr wird geimpft

Ein wichtiger Bestandteil für einen reibungslosen und auch sicheren Ablauf der wohl bis dato größten Massenimpfung in Vorarlberg ist eine gut organisierte Impfstraße. Diese wurde gestern eröffnet. Direkt neben der schon eingespielten Teststraße. „Wir sind gut aufgestellt, die Vorarlberger können darauf vertrauen, dass wir gut vorbereitet sind“, sagte Wallner. 520 Impfdosen konnten zwischen Weihnachten und Neujahr verteilt werden, jetzt will man mit der Geschwindigkeit anziehen.

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Rund 3000 Personen des Gesundheitspersonals aus den Spitälern und dem niedergelassenen Bereich sollen dieses Wochenende durch diese Impfstraße gehen. 1700 sind bis dato angemeldet. 3000 weitere möchte man direkt in den umliegenden Krankenhäusern impfen. Weiter soll es mit der Impfstrategie dann nächste Woche in den Pflegeheimen gehen. Innert der nächsten zwei Wochen möchte das Land auch die Impfinformation für die über 85-jährige Bevölkerung veröffentlichen. Voraussichtlich Ende Jänner können sich dann diese – so ein Impfstoff zur Verfügung steht – für eine Impfung in der Dornbirner Messehalle anmelden. Die tatsächlichen Impfungen nehmen die rund hundert Ärzte vor, die sich über die Organisation der Ärztekammer bereit erklärt haben, in Vorarlberg in mobilen Teams oder Impfstraßen zu impfen. Unterstützt werden sie dabei vom Roten Kreuz. Acht Ärztinnen und Ärzte werden dieses Wochenende pro Tag im Einsatz sein.

Anmeldeplattform im Aufbau

Die Anmeldeplattform beziehungsweise digitale Vormerkplattform für die Impfung in der Impfstraße soll ähnlich jener der Anmeldungen für Testungen sein. Eintragen wird man sich aber dort voraussichtlich gleich für zwei Impftermine. Die zweite Dosis sollte etwa drei Wochen nach der ersten Impfung verabreicht werden. Mitte Jänner soll das Anmeldesystem fertiggestellt sein, ebenfalls mit einem Dashboard verknüpft, welches täglich über den Stand der verabreichten Impfungen informiert.

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Freudiger Tag

Für Elke Kovatsch vom Berufsverband der Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeberufe ist die Eröffnung der Impfstraße ein freudiger Tag und ein Hoffnungsschimmer in Richtung Normalität. Aber es sei notwendig, auch die Menschen im Gesundheitsbereich möglichst gut über diese neue Impfung zu informieren. „Wir arbeiten weiterhin auch an transparenter Aufklärung“, sagt Kovatsch. Ihr Appell an ihre Kollegen sowie alle Vorarlberger: „Helft mit, lasst euch impfen und schicken wir damit den Babyelefanten in Rente!“
Die Aufnahme zur Impfung in der Impfstraße ist ähnlich jener, wie sie vom Testen her schon bekannt ist. Nach telefonischer oder digitaler Anmeldung über die Homepage werden die Personen mittels QR-Code, der bei der Anmeldung verschickt wird, am Eingang der Teststraße registriert. Bei der Anmeldung wird eine Impfeinwilligungserklärung unterschrieben und bei Bedarf bekommen die Impfwilligen einen Gesundheitscheck samt Untersuchung.

Danach wird man einer der Impfstationen zugewiesen. 160 Impfwillige können derzeit in einer Stunde abgewickelt werden. Ein Upgrade auf bis zu 250 wäre möglich. Außerdem besteht die Möglichkeit die gesamte Straße, wenn notwendig, zu verdoppeln.

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Ebenfalls ausgerüstet ist die Impfstraße mit einem Notfallcontainer, um bei eventuell auftretenden Problemen wie einem allergischen Schock schnell eingreifen zu können. Nach der Impfung nimmt man etwa 30 Minuten in einem eigens angelegten Wartebereich Platz. Dann geht es nach Hause.

Ein Pieks

Am Freitag konnten sich schon die ersten über eine Impfung freuen. „Es fühlt sich an wie jede andere Impfung. Ein kleiner Piks und das war es schon“, erzählt ein eben gegen Covid-19 geimpfter junger Mann. Nicht einmal gebrannt habe es. In drei Wochen folgt dann die zweite Dosis.

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