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Kellnerin will Geld nach Corona-Jobverlust

08.01.2021 • 18:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess wurde vertagt. Es giblt zu klären ob Dienstgeberkündigung oder eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses vorliegt. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Prozess wurde vertagt. Es giblt zu klären ob Dienstgeberkündigung oder eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses vorliegt. Klaus Hartinger

Klägerin verlangt 6000 Euro nach angeblicher Kündigung.

Der Verlust eines Arbeitsplatzes wegen des ersten Corona-Lockdowns im März 2020 hat zu dem Arbeitsprozess am Landesgericht Feldkirch geführt. Der Rechtsstreit hat am Freitag mit der ersten Verhandlung begonnen. Kurz vor der gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsschließung zur Eindämmung des Coronavirus hat sich ein Bregenzerwälder Hotel von 25 Mitarbeitern getrennt. Darunter befand sich auch die Klägerin. Die kroatische Saisonarbeiterin war in dem Hotel als Kellnerin tätig gewesen.


Die Klägerin vertritt den Standpunkt, ihr sei gekündigt worden. Sie fordert 6000 Euro als Kündigungsentschädigung vom beklagten Hotel. Die Hotelierin hingegen verlangt eine Abweisung der Klage. Weil es Mitte März 2020 in ihrem Hotel keine Kündigungen gegeben habe, sondern in der Corona-Krise ausschließlich einvernehmliche Auflösungen der Dienstverhältnisse. Deshalb seien die finanziellen Forderungen der Klägerin unberechtigt.

Vergleich gescheitert

Vergleichsverhandlungen scheiterten in der ersten Verhandlung. Seine Mandantin wolle ein Urteil im Namen der Republik haben, sagte der Anwalt der beklagten Hotelbetreiberin. Die Hotelbetreiberin habe sich an die damaligen Empfehlungen der Wirtschaftskammer gehalten und alle Dienstverhältnisse einvernehmlich aufgelöst. Sie habe nichts falsch gemacht. Das gesetzliche Angebot mit Kurzarbeit habe es erst später gegeben.

Verhandlung vertagt

Die Arbeitsrichterin sagte vor der Vertagung der Verhandlung, zunächst sei zu klären, ob eine Dienstgeberkündigung oder eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses erfolgt sei. Sollte es eine einvernehmliche Trennung von der Klägerin gegeben haben, könnte sie dennoch rechtsunwirksam und damit ungültig gewesen sein. Dann nämlich, sollte das Arbeitsmarktservice entgegen den Bestimmungen des Arbeitsmarktförderungsgesetzes nicht über die Auflösungen der Dienstverhältnisse informiert worden sein.

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