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Haft für 58 Einbrüche in einer Nacht

03.02.2021 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht. <span class="copyright">hartinger</span>
Prozess am Landesgericht. hartinger

Vorbestrafter Rumäne erbeutete Räder und Ski im Wert von 83.000 Euro.

In einer einzigen Nacht im September 2019 hat die rumänische Bande nach Ansicht der Gerichte in Wohnanlagen in Feldkirch und Dornbirn 58 Einbrüche in Tiefgaragen und Kellerabteile begangen. Davon blieb es bei 41 Taten beim Versuch. Bei 17 Einbruchsdiebstählen wurden nach den gerichtlichen Feststellungen Waren im Wert von 83.600 Euro gestohlen, darunter vor allem Fahrräder und Skiausrüstung.
Dafür wurde am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch ein mit mehreren Vorstrafen belasteter Rumäne zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats ist nicht rechtskräftig. Der Schuldspruch erfolgte wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch. Der Strafrahmen betrug sechs Monate bis fünf Jahre Haft.
Der 43-jährige Angeklagte war nach Überzeugung der Richter der Fahrer der Bande und für die Auswahl der Tatorte zuständig.

Bereits verurteilt

Über einen anderen Angeklagten wurde für seine Mitwirkung an den zahlreichen Einbrüchen im September 2020 am Landesgericht eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verhängt. Das Oberlandesgericht Innsbruck bestätigte im Jänner das Strafmaß für den vorbestraften 23-Jährigen aus Rumänien.
Der 23-Jährige hat in seinem Prozess seinen 43-jährigen Landsmann als Mittäter belas­tet. Der 43-Jährige wurde noch in der Tatnacht am Grenz­übergang Kufstein-Kiefersfelden angehalten. In seinem Fahrzeug wurden 14 gestohlene Fahrräder sichergestellt.

Falsche Zeugenaussage

Der 43-Jährige sagte vor Gericht, er habe die Räder in jener Nacht in einer Feldkircher Tiefgarage privat gekauft und nicht gewusst, dass es sich dabei um Diebesware handelt. Mit den Einbrüchen habe er nichts zu tun. Seine Angaben wurden am Mittwoch vom 23-Jährigen bestätigt, der den 43-Jährigen plötzlich zu entlas­ten versuchte. Aber die Richter glaubten ihnen nicht. Nun erwartet den 23-Jährigen ein zusätzliches Strafverfahren, wegen falscher Zeugenaussage.

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