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Zwei Jahre Haft für polnischen Einbrecher

11.02.2021 • 20:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aufgrund des erhöhten Strafrahmens als Rückfalltäter blickt der Angeklagte trotz geringer Beute einer zweijährigen Haftstrafe entgegen. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Aufgrund des erhöhten Strafrahmens als Rückfalltäter blickt der Angeklagte trotz geringer Beute einer zweijährigen Haftstrafe entgegen. Symbolbild/Hartinger

50-Jähriger mit 22 Vorstrafen stahl Geld in Kirche und
Geschäft.

Der 50-Jährige hat es in Polen, Österreich, Deutschland und Italien bereits auf 22 Vorstrafen gebracht. Zudem ist der Einbrecher in den letzten fünf Jahren zumindest zu zwei einschlägigen Haftstrafen verurteilt worden.
Deshalb galt für den Rückfalltäter ein um die Hälfte erhöhter Strafrahmen von bis zu viereinhalb Jahren Haft. Daher wurde der Angeklagte trotz der mit rund 3500 Euro relativ geringen Beute am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Schuldspruch erfolgte wegen schweren Einbruchsdiebstahls.

Mindestens fünf Straftaten

Nach Ansicht der Richterin hat der 50-Jährige im Vorjahr in Bregenz zumindest fünf Straftaten begangen. Demnach hat der dazu geständige Angeklagte in einem Geschäft eine Geldtasche mit 3500 Euro gestohlen. Den geklauten Betrag muss der Arbeitslose zurückgeben.
Des Weiteren war er nach den gerichtlichen Feststellungen an zumindest drei Opferstockdiebstählen mit geringer Beute in einer Kirche beteiligt. Und er hat laut Urteil bei einem Einbruch in ein Obdachlosenheim einen Traubensaft erbeutet.
Auf einem Stein, mit dem die Fensterscheibe in der Obdachlosenunterkunft eingeschlagen worden war, wurde seine DNA gefunden. Das beweise jedoch noch nicht die Tat seines Mandanten, meinte Verteidiger Winfried Mutz.

Komplize entlassen

Sein polnischer Komplize bei den Opferstockdiebstählen wurde nach der Verhandlung aus der Untersuchungshaft in die Freiheit entlassen. Der mit fünf Vorstrafen belastete 44-Jährige kam mit einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von vier Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 720 Euro (180 Tagessätze zu je 4 Euro) davon. Auch dieses Urteil ist nicht rechtskräftig.
Die Strafdrohung für den schweren Einbruchsdiebstahl belief sich bei ihm auf bis zu drei Jahre Gefängnis. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht sieben Monaten Haft.

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