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Neos für schrittweise Gastro-Öffnung

17.02.2021 • 18:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Hartinger</span>Die Cafés und Lokale haben derzeit noch geschlossen.
HartingerDie Cafés und Lokale haben derzeit noch geschlossen.

Scheffknecht fordert Perspektiven für Gastronomie, Sport und Kultur.

Seit Bundeskanzler Sebas­tian Kurz Anfang der Woche die Ausweitung der Maßnahmen bis Ostern ankündigte, werden die Rufe nach Öffnungsschritten für Kultur, Sport und Gastronomie sowie Hotellerie immer lauter. Zuletzt hatte sich Franz Hörl, ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Seilbahnen in der Wirtschaftskammer, bereits verbal gegen seinen Parteichef aufgelehnt. „Das akzeptiere ich so nicht“, erklärte der Politiker, der bereits die ausgesprochene Reisewarnung für das Land Tirol als „Rülpser aus Wien“ bezeichnete.

Klare Forderung

Doch nicht nur der streitbare Seilbahner fordert ein Aufsperren der Gastronomie und Beherbergungsbetriebe, auch die Branchenvertreter selbst und die Opposition sprechen sich immer deutlicher für Lockerungsschritte aus. So auch in Vorarlberg, wo die Neos diese nun fordern.
„Die Aufgabe einer Regierung in einer liberalen Demokratie ist es nicht, die Menschen über Monate hinweg einzusperren und die Wirtschaft an die Wand zu fahren. Die Aufgabe unserer Regierung ist es, endlich wieder Perspektiven zu schaffen“, erklärt Klub­obfrau Sabine Scheffknecht.

Sabine Scheffknecht. <span class="copyright">Sams</span>
Sabine Scheffknecht. Sams

Die pinke Parteichefin fordert nun, regionale Unterschiede zu machen und je nach Fallzahlen Lockerungen zu ermöglichen. Die Neos sehen die Zeit nun gekommen, den Unternehmern Öffnungsperspektiven zu geben. Scheffknecht macht ihre Forderung an drei Punkten fest. Zum einen würden in Vorarlberg von Tag zu Tag mehr Möglichkeiten zu Testungen angeboten werden, außerdem seien immer mehr Menschen durch eine bereits durchgemachte Corona-Erkrankung immunisiert. Als dritten Punkt führt Scheffknecht die fortschreitende Impfung im Land an.
„Das alles – kombiniert mit den bekannten Maßnahmen Abstand, Händewaschen, Maske und Lüften – muss uns jetzt Schritt für Schritt unser Leben und unsere Freiheit zurückgeben“, sagt die Lustenauerin.
Sie erwarte sich nun einen konkreten Plan der Bundesregierung, wie in Kultur, Sport, und Gastronomie ein Hochfahren gewährleistet werden kann. Auch die Landesregierung nimmt sie in diesen Belangen in die Pflicht. „Uns in zwei Wochen erneut zu verkünden, dass bis Ostern alles zu bleibt, ist kein Plan“, findet die Neos-Landtagsabgeordnete klare Worte.