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Junger Stern am Theater-Himmel

27.02.2021 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Freudig blickt der junge Schauspieler seinem ersten Solo entgegen.<span class="copyright"> Anja Koehler</span>
Freudig blickt der junge Schauspieler seinem ersten Solo entgegen. Anja Koehler

Nico Raschner über sein erstes Solo am Landestheater.

Eine besondere Ehre für Schauspieler Nico Raschner: Sobald es die Corona-Maßnahmen zulassen, soll der 25-Jährige am Vorarlberger Landestheater sein erstes Solo-Stück spielen, nämlich „Lenz“ von Georg Büchner. Ein gewaltiger Meilenstein für den jungen Darsteller, der schon als Kind von der großen Bühne träumte.

zur person

Nico Raschner kam am 8.2.1996 in Dornbirn zur Welt, wuchs jedoch in Bregenz auf. Nach seiner Matura begann das älteste von vier Geschwis­tern 2015 seine Ausbildung am Schauspielhaus Salzburg. Darauf folgte die Rückkehr an das Vorarlberger Landestheater, wo der 25-Jährige seit 2019 dem Ensemble angehört.

Durch seine Mutter, die Kulturjournalistin Annette Raschner, entwickelte der Bregenzer bereits in jungen Jahren eine Leidenschaft für die darstellenden Künste. So kam es, dass er im Alter von zehn Jahren im Zuge einer Jugendgruppe am Vorarlberger Landestheater erstmals Theater-Luft schnupperte.
„Bereits nach der ersten Probe war mir klar, dass ich nichts anderes mehr machen wollte“, erzählt der heute 25-Jährige. Er wechselte von einer Altersgruppe in die nächste und blieb seine gesamte Schulzeit über dem Landestheater erhalten.

Schon als Kind war Nico Raschner klar, dass er auf die Bühne gehört. <span class="copyright">Anja Koehler</span>
Schon als Kind war Nico Raschner klar, dass er auf die Bühne gehört. Anja Koehler

Ausbildung am Schauspielhaus Salzburg

Auch nach der Matura war sich Raschner seines Karriere-Wunsches weiterhin sicher. Er zog nach Salzburg, wo er von 2015 bis 2018 am dortigen Schauspielhaus seine Diplom-Ausbildung in den darstellenden Künsten ablegte. „Die Verknüpfung der Schauspielschule mit dem Theater bot eine hervorragende Verbindung zwischen Praxis und Theorie“, schwärmt der heute 25-Jährige.
Schnell standen bereits erste Auftritte auf der großen Bühne an. Ein Wurf ins kalte Wasser, für den sich Raschner sehr dankbar zeigt: „Immer wieder stelle ich fest, wie sehr mich die lehrreichen Erfahrungen meiner Ausbildung weiterbrachten.“ Alleine während seines Studiums absolvierte der Bregenzer immerhin knapp 250 Auftritte.
Im Dezember 2018 hatte der junge Künstler dann auch sein Diplom in der Tasche. „Ich fragte mich, wie es nun für mich weitergehen sollte, und bewarb mich kurzerhand um ein Engagement am Landestheater Vorarl­berg. Und tatsächlich erhielt ich die Chance, mich nochmal vorzustellen“, erzählt der Darsteller über seine Rückkehr an den Ort, wo seine Karriere damals ihren Anfang genommen hatte.

Nico Raschner in dem Stück „Die Zertrennlichen“. <span class="copyright">Anja Koehler</span>
Nico Raschner in dem Stück „Die Zertrennlichen“. Anja Koehler

Zurück zu den Wurzeln

Das Vorstellungsgespräch sollte ein voller Erfolg werden. „Im Jänner 2019 kehrte ich als festes Ensemblemitglied an das Landestheater zurück, in dem ich auch meine ersten schauspielerischen Schritte unternommen hatte.“
Und dort war man von Anfang an vom Talent des 25-Jährigen überzeugt. Welpenschutz? Von wegen! „Schon meine zweite Premiere war eine dominante Rolle in Fritz Hochwälders ‚Flüchtling‘. Darauf folgte dann mit ‚Die Zertrennlichen‘ gleich ein Zwei-Personen-Stück.“
Nun blickt Raschner freudig seinem ersten Solo entgegen. Die Premiere von Georg Büchners „Lenz“ musste aufgrund der Pandemie bereits zwei Mal verschoben werden, im Herbst soll es nun endlich so weit sein. „Ich stehe schon in den Startlöchern. Die Zuseher erwartet eine wilde Rock-Show, mit großartiger Musik, einem tollen Konzept und fantastischem Text.“

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