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Selben Unbekannten schon wieder bedroht

05.03.2021 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der arabische Angeklagte wurde nun am Landesgericht Feldkirch bereits zum zweiten Mal wegen einer gefährlichen Drohung gegen den Araber schuldig gesprochen. <span class="copyright">Symbolbild/Klaus Hartinger</span>
Der arabische Angeklagte wurde nun am Landesgericht Feldkirch bereits zum zweiten Mal wegen einer gefährlichen Drohung gegen den Araber schuldig gesprochen. Symbolbild/Klaus Hartinger

Geldstrafe und bedingte Haftstrafe nach neuerlicher Morddrohung.

Der Zeuge konnte sich nicht erklären, warum sich der Angeklagte nach seinen Angaben seit Jahren verbal aggressiv gegen ihn verhält. Schon seit neun Jahren werde er von dem Beschuldigten, den er nur vom Sehen her kenne, immer wieder grundlos beschimpft, gab der 51-Jährige vor Gericht zu Protokoll.
Der arabische Angeklagte wurde nun am Landesgericht Feldkirch bereits zum zweiten Mal wegen einer gefährlichen Drohung gegen den Araber schuldig gesprochen. Dafür wurde der bereits mit neun Vorstrafen belastete 40-Jährige zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von vier Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 1440 Euro (360 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt. Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, denn die Staatsanwältin nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

Drohung mit Erschießen

Nach Ansicht von Richter Christoph Stadler hat der Angeklagte im Oktober 2020 in Dornbirn zum Opfer gesagt, er werde ihn noch heute oder morgen erschießen. Der Richter folgte den Angaben des Zeugen. Der 51-Jährige sagte, er sei nach einem Arztbesuch auf der Marktstraße gegangen. Dabei sei er vom Beschuldigten angerempelt und verbal bedroht worden.
Wegen eines ähnlichen Vorfalls wurde der Angeklagte am Landesgericht bereits im Vorjahr verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beim Oberlandesgericht Innsbruck ist noch das Berufungsverfahren anhängig. Nach den Feststellungen des Landesgerichts soll der Angeklagte zum anderen Araber gesagt haben, er werde ihm ein Messer in den Bauch stechen.
Beim nunmehrigen Strafprozess wertete der Richter die Drohung rechtlich nicht als Morddrohung, sondern nur als Drohung mit einer Verletzung. Dadurch betrug der Strafrahmen nicht bis zu drei Jahre Gefängnis, sondern nur bis ein Jahr. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht zehn Monaten Haft.

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