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Lenker verursacht gleich zwei Unfälle

16.03.2021 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
2019 hat der Autolenker eine 78-Jährige auf dem Schutzweg angefahren. <span class="copyright">Shutterstock</span>
2019 hat der Autolenker eine 78-Jährige auf dem Schutzweg angefahren. Shutterstock

Fußgängerin angefahren und Alkounfall mit Motorradbeifahrer.

Inerhalb von neun Monaten hat der 49-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch zwei schwere Verkehrsunfälle verursacht. Dafür wurde der angeklagte Arbeiter am Landesgericht Feldkirch wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 10.500 Euro (300 Tagessätze zu je 35 Euro) verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Beim ersten Unfall hat der Autolenker im Dezember 2019 in Koblach eine 78-jährige Fußgängerin auf dem Schutzweg angefahren und schwer verletzt.

Beim zweiten Unfall im August 2020 ist der mit 0,9 Promille alkoholisierte Motorradfahrer auf der Rheintalautobahn in Dornbirn-Nord in einem Baustellenbereich in einem Stau auf das Auto eines 36-Jährigen aufgefahren. Dabei kam auch sein 28-jähriger Mitfahrer zu Sturz und verletzte sich schwer.

Schwere Verletzungen

Der Motorradfahrer und sein Mitfahrer wurden bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber zum Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen werden mussten. Vor dem Unfall hatte der Motorradlenker angeblich während der Fahrt mit einem Pkw-Lenker gestritten und den Stau vor ihm übersehen.

Als Teilschmerzengeld hat der Angeklagte dem verletzten Motorradmitfahrer 2300 Euro zukommen zu lassen. Die Haftpflichtversicherung des Motorradlenkers habe dem Schwerverletzen bereits 10.000 Euro zukommen lassen, teilte Opfer­anwalt Daniel Wolff mit. Am Bezirksgericht Dornbirn sei wegen des Unfall auf der Autobahn zudem ein Zivilprozess anhängig. Dabei fordere das Unfallopfer vom Motorradfahrer weitere 5300 Euro sowie die Haftung für allfällige Spät- und Dauerfolgen aus dem Unfall.

Kosten zu tragen

Auch verwaltungsrechtlich hat der Verursacher von zwei Verkehrsunfällen mit Personenschaden Kosten zu tragen. Zumal ihm nach dem ersten Unfall der Führerschein abgenommen wurde und er beim zweiten Unfall ohne Lenkberechtigung unterwegs war.

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